Zum Beitrag „Thüringen will Finals ausrichten“ vom 24. März:

Ja, es könnte so schön sein. Es würde Thüringen noch bekannter und beliebter machen und „natürlich“ den erhofften wirtschaftlichen Aufschwung beflügeln. Dieses Argument darf in keiner Maßnahme oder Wunschvorstellung fehlen. Vielleicht gelingt es aber, damit noch mehr Bundesmittel für die Sanierung der teuren Event-Sportstätten zu requirieren.
Den Menschen hat es schon immer gefallen, sich bei Großveranstaltungen emotional auszuleben. Dafür baute sich Rom das heute noch bewunderte Colosseum. Wie würde man heute diese „Brot und Spiele“-Strategie fürs Volk nennen? Das Römische Reich errang diesen Wohlstand durch Raubzüge und Sklaven. Deutschland hatte den Wohlstand Jahrzehnte lang durch Innovation, Fleiß und Anstrengung erreicht. Heute ringen viele nicht mehr ums „tägliche Brot“, man erpresst den gewohnten Wohlstand einfach – weil es erlaubt ist. Auch das starke Rom konnte den Wohlstand seiner Bürger durch fremde Arbeit nicht dauerhaft sichern. Wollen wir es geschichts-ignorant trotzdem versuchen – weil es einfacher und bequemer ist und eine gewisse Zeit funktionieren kann?
Peter Giesemann, Niederroßla

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Zum Beitrag „Findet die SPD mit Bas und Klingbeil aus der Krise?“ vom 24. März:

Bei den Überlegungen zur Rettung der SPD scheint es mir mehr um die Frage zu gehen, wie die Funktionäre der SPD ihre Pfründe retten können, als um die Frage, wie rettet man die deutsche Wirtschaft und damit die Arbeitsplätze der ehemaligen Stammwähler. Ich beobachte, dass immer weniger Arbeitnehmer verstehen, dass es angesichts des globalen Wettbewerbs um Fragen wie günstige Energiekosten, günstige Rohstoffbeschaffung und bezahlbare Personalkosten und weniger um soziale Darreichungen, die eben in Masse von ebendiesen Arbeitnehmern bezahlt werden müssen, geht. Genau damit versucht insbesondere der linke Flügel der SPD aber immer noch zu punkten und versteht nicht, dass diese Utopien von der Linken noch besser bedient werden und diese Forderungen damit eine Werbekampagne für diese sind. Angesichts der tausenden Arbeitsplätze und ganzer Industriezweige, die wir jedes Jahr verlieren, kann die SPD nur Wähler gewinnen, wenn sie auf allen Gebieten an den Konzepten der CDU mitarbeitet, um unsere globale Wettbewerbsfähigkeit wieder zurückzugewinnen und so Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland zu sichern.
In diesem Zusammenhang macht doch spätestens das gescheiterte Mitgliederbegehren des linken Flügels der SPD gegen die Abschaffung des Bürgergeldes deutlich, dass die abgehobene linke Nomenklatura Konzepte verfolgt, die selbst in der SPD keine Mehrheiten mehr finden.
Thomas Hirsch, Erfurt

Weitere Leser-Meinungen

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Zum Beitrag „CDU jubelt, die SPD taumelt“ vom 23. März: 

„Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten“, wusste schon der große Spötter und Menschenkenner Kurt Tucholsky. Soeben wurde seine Erkenntnis erneut bestätigt. In Rheinland-Pfalz regiert Schwarz mit Rot. Alternativ wäre es Rot mit Schwarz gewesen. So what! Anderes stand überhaupt nicht zur „Wahl“. Denn einen echten Politikwechsel haben die ewig Regierenden ja ausgeschlossen - nie mit der AfD. Andere Alternativen als die Alternative gibt es nicht.
Erhellend, wie geschrumpft die beiden „Großen“ – CDU und SPD – mittlerweile sind. Zusammen kommen sie gerade mal auf über 50 Prozent. Früher scharten sie 80 Prozent hinter sich. Dieser Effekt wird auch in Berlin fortwirken. Die CDU mag sich als Sieger sonnen, aber auch sie kann eines nicht negieren: Man braucht die SPD, um weiter zu regieren. So werden sich auch weiterhin zwei Fußlahme aneinander lehnen, um nicht zu stürzen. Wackelig und kraftlos werden sie durch die weltweiten Krisen schlurfen – zum Schaden Deutschlands. Denn derzeit ändern Wahlen nichts.
Dr.-Ing. Manfred J. Fiegler, Schwansee

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Zum Beitrag „So häufig fehlen Schüler unentschuldigt im Unterricht“ vom 21. März:

Leider sind es wieder die Eltern, die man hier beschuldigen muss. Denen scheint völlig egal zu sein, ob ihre Kinder etwas lernen oder ob sie so bildungsfern bleiben wie sie selbst. Übrigens sollte man die Eltern, die ihre Kinder ohne Frühstück einfach aus dem Haus gehen lassen, ohne sich zu kümmern, bestrafen, indem man ihnen etwa den Geldhahn zudreht.
Elke Gauler, Mühlhausen 

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