Zum Beitrag „Digitaler Missbrauch? Collien Fernandes zeigt Ex-Mann an“ vom 21. März:
Wenn sich die schlimmen Vorwürfe gegen Christian Ulmen bestätigen, muss er bestraft werden. Aber bisher gibt es nur die sehr emotional vorgetragenen und medial gut orchestrierten Aussagen seiner Ex-Frau Collien Fernandes. Die Behörden ermitteln. Unabhängig von einem etwaigen Urteil ist der Mann beruflich und sozial erledigt. Jetzt kommt noch die „Damnatio Memoriae“ hinzu, die Löschung der Erinnerung, das Entfernen seiner Filme aus den Mediatheken.

Zwei Grundsätze des Rechtsstaates werden dabei missachtet: Zum einen, dass auch Ulmen gehört werden muss. Und zum anderen die Unschuldsvermutung. Ein ordentliches Gericht soll und wird entscheiden. Dann stellt sich – vielleicht – heraus, ob Ulmen ein schlimmer Finger ist oder die Sache ganz anders war. Auf jeden Fall wäre es gut, bei aller gebotenen Solidarität mit Frau Fernandes, diese Debatte weniger hitzig zu führen.
Bernhard Staffa, Friedrichroda
Weitere Leser-Meinungen
Zum Beitrag „Rente, Steuern, Pflege: Das ist der Merz-Plan für den Sozialstaat“ vom 24. März:
Es ist schon erstaunlich, welche Bedeutung die Jahreszeiten in der Politik bekommen haben. Nach einem Aufschwung im Sommer, den Reformen im Herbst geht es im Frühling jetzt richtig los. Allerdings kommen noch einige Landtagswahlen dazwischen, deren Ergebnis man immer erst abwarten muss. Ganz schlimm wird es, wenn es wieder Herbst wird und nach den „Ost-Wahlen“ neue Rechenexperimente notwendig sind. Hat man in der Berlin-Blase immer noch nicht begriffen, was den Bürger bedrückt? Die zunehmenden Erschwernisse im täglichen Leben sind es, und nicht irgendein Parteiengerangel, was keiner mehr hören kann. Es soll ja einen Koalitionsvertrag geben, den man einfach nur umsetzen müsste.
Friedemann Boelicke, Erfurt
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