Zum Beitrag „Bundestag beschließt Paket gegen hohe Spritpreise“ vom 27. März:

Die neue Regelung, dass die Kraftstoffpreise nur noch einmal pro Tag, nämlich um 12 Uhr mittags, erhöht werden dürfen, ist eine Farce. Wer annimmt, dass dadurch die Preise spürbar sinken, hat wohl seinen gesunden Menschenverstand verloren. Die Preise werden in den übrigen Tageszeiten gar nicht oder nur marginal gesenkt werden, um dann am Mittag wieder angehoben werden zu können – und dann wiederum mit einem kleinen Aufschlag, so dass der Preis insgesamt höher ist als vorher.
Und das Kartellamt schaut ziemlich tatenlos zu. Wenn der Preis nicht von der Regierung gedeckelt oder der Steueranteil gesenkt wird, werden wir wohl in nicht allzu ferner Zukunft auch noch eine Drei vor dem Komma erleben. Die Begründungen für die Preistreiberei sind vielfältig.

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Die Vorschläge, die von der Regierung kommen, zeugen von totalen Fehleinschätzungen der Politiker in ihrem steuerfinanzierten Elfenbeinturm! Es heißt immer die arbeitende Mitte muss mehr gestärkt werden, es muss mehr Netto vom Brutto bleiben und der Bürger soll entlastet werden! Aber doch nicht so! Der Staat verdient an jedem Liter Kraftstoff kräftig mit und ist nur vordergründig an der Senkung der Spritpreise interessiert. Die Diskussion zu mehr Verzicht bei der Kraftfahrzeugnutzung geht vollends an der Realität vorbei. Das es auch anders geht, sieht man in unseren Nachbarländern. Alle, die auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind, finanzieren das und halten wieder mal still! Warum eigentlich ist das so?
Harald Eisentraut, Nordhausen

Weitere Leser-Meinungen

Ebenfalls zu diesem Beitrag:

Mit dieser Maßnahme versucht diese Bundesregierung, der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen. Aufmerksame Leser geben dem Düsseldorfer Ökonom Justus Haucamp völlig Recht. Die neue Tankregel erleichtert den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Preise zu vergleichen, aber dadurch wird der Sprit an den Tanksäulen nicht billiger. Die Regierung muss bei sich anfangen, die Mineralölsteuern zu senken und diese nicht zweckentfremdet einsetzen. Mineralölkonzerne werden ihre Gewinne unaufhaltsam optimieren und lachen Regierung sowie die Bürgerinnen und Bürger aus.
Hans-Georg Kühm, Georgenthal

Ebenfalls zu diesem Beitrag:

Es ist ein „Maßnahmepaket, das darauf abzielt, die Preise zu senken“. Schnürt man es auf, so stellt man fest, dass die Verpackung teurer ist als das ganze Paket. Heiße Luft und ein sorgfältig in Watte verpacktes Kartellamt, dazu eine App zum Auffinden des Spritpreises nach 12 Uhr. Wenigstens eine nicht näher definierte Erhöhung der Pendlerpauschale für einen Teil der Bürger soll es geben. Wenn sich nun noch die Mehrwertsteuer um zwei Prozent erhöht, macht der Staat nach 12 Uhr weiter richtig „Kohle“. Er denkt nicht im Geringsten daran, sich mit der Senkung der Steuern, die er im Spritpreis versteckt hat, zu beschäftigen. Der Bundestag soll das Paket beschlossen haben? Alles Politiker, die die Fahrbereitschaft des Bundestages in Anspruch nehmen!
Friedemann Boelicke, Erfurt

DIENSTAG Krankenversicherungskarten
Derzeit gibt es in Deutschland laut Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung 93 Krankenkassen, im Jahr 2000 waren es noch 420. © DPA Images | Jens Kalaene

Zum Beitrag „So viel verdienen die Kassenchefs“ vom 25. März:

Die veröffentlichten Gehälter der Vorstandsvorsitzenden sind ein Schlag ins Gesicht aller Kassenpatienten. Der „Normalbürger“ kämpft mit seiner Krankenkasse um die Kostenübernahme für vergleichsweise kostengünstige, spezielle Diagnoseverfahren und die gleichen Kassen leisten sich dermaßen horrende Vorstandsgehälter. Es ist in Ordnung, dass Verantwortung entsprechend entlohnt wird, aber die veröffentlichten Gehälter sind mehr als unverhältnismäßig. Wöchentlich hören und lesen wir, dass die Kassen sparen müssen. Es wäre angebracht, wenn sie beim eigenen Vorstand anfangen würden. Da dies vermutlich eine Illusion bleiben wird, wäre es besser, die Gehälter nicht zu veröffentlichen. Dann muss man sich wenigstens nicht darüber aufregen.
Rüdiger Brand, Erfurt

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