Zum Beitrag „66 Sparvorschläge sollen das Gesundheitssystem finanziell retten“ vom 31. März:
Die Vorschläge sind auf 500 Seiten niedergeschrieben, leider habe ich nichts über Einsparpotentiale in den Verwaltungen der Kassen und über die Höhe der Verwaltungsausgaben insgesamt gelesen?! Wir haben laut Google noch 93 gesetzliche und etwa 40 private Krankenkassen mit wohl über 300 Vorstandsmitgliedern. Diese kosten allein uns Versicherten ca. 100 Millionen Euro pro Jahr. Dazu kommt noch der „Wasserkopf“ dahinter. Die Anzahl der Kassen wird mit dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb begründet. Gibt es den aber überhaupt? Wohl höchstens zwischen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, alles andere ist marginal.

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Die Umsetzung der Vorschläge wird sicher umgehend und am leichtesten zu Lasten der Bürger über Steuererhöhungen etwa für Tabak, Alkohol und Limonade erfolgen. Kommen die „Einsparungen“ aber überhaupt in den Krankenkassen an oder fließen sie zum Stopfen von Haushaltslöchern in den Bundeshaushalt?
Die Kfz-Steuer wurde ursprünglich zur Finanzierung von Straßen und Brücken eingeführt und wird seit Jahren zum „Löcher stopfen, aber nicht auf der Straße“ verwendet.
Die Gefahr, dass es mit den Einnahmen aus den 66 Vorschlägen genauso läuft, ist sehr, sehr hoch. Nach dem Motto: Frag nicht die Frösche, wenn du den Sumpf trockenlegen willst.
Jürgen Werner, Oberheldrungen
Weitere Lesermeinungen
Ebenfalls zu diesem Beitrag:
Die Finanzkommission Gesundheit tagt seit sechs Monaten, um das marode Gesundheitssystem zu reformieren – wahrscheinlich „für ‚n Appel und ‘n Ei“. Die geplanten Einsparungen werden wieder auf den Rücken der Versicherten ausgetragen: Praxisgebühr, höhere Rezeptgebühren usw.
Es gäbe noch viele weitere Einsparmöglichkeiten – wenn man sie denn wolle. Dazu gehören die horrenden Gehälter der Vorstände und Aufsichtsräte von 93 gesetzlichen Krankenkassen, die keine Berechtigung haben, denn die Leistungen gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Und so könnten Millionen eingespart werden, wenn man die Anzahl der Krankenkassen drastisch reduziert. Die DDR hat vorgemacht, dass eine einzige Krankenkasse ausreichend ist.
Wenn diejenigen, die bei den Maßnahmen der Pandemie kläglich versagt haben (Maskendeals, Finanzierung der Vorhaltung leerstehender Intensivbetten, Impfzentren mit Bratwurst etc. pp), zur Verantwortung gezogen würden und die verschwendeten Millionen zurückzahlen müssten, wäre dem Gesundheitswesen tatsächlich ein guter Dienst erwiesen.
Die jetzt geplanten Einsparungen sind das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben werden und nur Augenwischerei.
Maria Neumann, Erfurt
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Zum Beitrag „Verbeamtet auf Lebenszeit“ vom 31. März:
Es ist eine Schande für die Regierung der CDU, es ist eine bodenlose Frechheit, schon wieder zwei Herren zu verbeamten. Die Gelder fehlen überall und bezahlen kann Thüringen die Beamtenkosten bald nicht mehr. Wer schlägt denn so etwas vor? Die absteigende SPD? Die Leute vergessen leider alle (oder wollen nichts mehr davon wissen), dann zur Auffrischung: Herr Bausewein hat 2009, denke ich, zwei Stadtwerke-Geschäftsführer entlassen, was nicht rechtens war und zu einem großen Schaden für die Stadt geführt hat. Und wer hat die Theateraffäre in Erfurt zu vertreten? Aber Bausewein sich in seiner Karriere in der SPD weiter nach oben bewegt und nun bald als verbeamteter Staatssekretär ausgesorgt bis an sein Lebensende hat. Eine Mauschelei sondergleichen.
Reinhard Dietrich, Erfurt
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