Zur Neugestaltung der Pendlerpauschale:
Ministerin Reiche hat sich für eine rasche Erhöhung der Pendlerpauschale ausgesprochen. Sie betonte, eine Entlastung über die Pendlerpauschale sei „zielgerichtet“. Das stimmt, betrifft aber vorrangig die Besserverdienenden. Denn viele Niedriglohnempfänger, die einen weiten Weg zur Arbeit haben, profitieren nur gering gegenüber dem Manager, der ebenfalls täglich zu seinem gut bezahlten Arbeitsplatz fährt. Bei einem Steuersatz von 12 Prozent sind das nach Überschreitung der Pauschale für den Berufsaufwand 4,6 Cent pro km an Vergünstigung gegenüber einem Steuersatz von 49 Prozent (Spitzensteuersatz) von 17,1 Cent.
Der hohe Spritpreis sollte jedoch Anlass für eine generelle Reform der Pendlerpauschale sein, indem ein Festbetrag pro Kilometer zur Reduzierung der Steuerlast führt. Dann wäre die Pendlerpauschale zielgerichtet und würde die Niedrigverdiener besser unterstützen, wo der Bedarf ja am größten ist. Reformen erfordern jedoch das Verlassen der geistigen Einzimmerwohnung mit den Tapeten der Vergangenheit.
Hartmut Trier, Wandersleben
Weitere Lesermeinungen
Zur Neugestaltung der Familienversicherung
Die Verantwortlichen wissen nicht mehr, wo das Geld für die Gesundheitsreform herkommen soll. Ein Punkt (der mich zwar nicht betrifft), ist der geplante Wegfall der Familienversicherung.
Also die beitragsfreie Krankenversicherung der Ehefrau beim Mann. Dazu muss man an die Frage stellen, trifft das nur für die Deutschen zu oder auch für Bürger der EU, die in Deutschland arbeiten, aber deren Familien in ihren Heimatländern leben?
Alle Krankenkassen klagen über leere Kassen. Wenn Vorstandsvorsitzende aber riesige Gehälter bekommen, muss doch Geld da sein.
Da sollte man anfangen zu sparen.
Karl Ullmann, Sondershausen
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