Zur Wiederansiedlung von Wölfen in Deutschland
Für Naturschützer gilt als einer der größten Erfolge, dass nach 150 Jahren wieder Wölfe in Deutschland leben. Seit der Wiederansiedlung der Wölfe in Deutschland im Jahr 2000 haben sie mehr als 20 000 Schafe gerissen. Kein Wort der Kritik von den Tierschützern dazu. Die Mitarbeiter des Wolfsmanagements und des Nabu werden nicht müde, zu erklären: Wölfe sind scheue Tiere und greifen Menschen nicht an. Wenn es doch zu einem Angriff komme – wie jetzt in Hamburg – sei stets der Mensch schuld. Was wäre passiert, wenn sich der Wolf auf einen Spielplatz verirrt hätte? Die Mitarbeiter des Wolfsmanagements verdienen ihren Lebensunterhalt mit den Wölfen. Sie werden wohl kaum sagen, die Wiederansiedlung der Wölfe sei ein Fehler gewesen, damit würden sie ihren Arbeitsplatz gefährden. Wölfe gehören nicht in das dicht besiedelte Mitteleuropa. Die Fördergelder, die für die Wiederansiedlung der Wölfe ausgegeben werden, könnte man mit Sicherheit sinnvoller in den Schulen einsetzen.
Karl-Albert Hahn, Bad Salzungen
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Zu den derzeitigen Preissprüngen:
Die Menschheit muss gemeinsam Lösungen finden: für die Klimakrise, für ein Ende der Kriege. Schon als Kind – ich bin 85 Jahre alt – hat meine Mutter gesagt: „Unfrieden zerstört, Frieden ernährt.“ Die gegenwärtigen Kriegshandlungen in der Ukraine und im Iran bewirken genau das Gegenteil: Kostete zur Wende 1990 ein Liter Benzin noch etwa 1,50 D-Mark, das entspricht etwa 60 Euro-Cent, so müssen wir heute 2,35 Euro, also etwa das Vierfache des damaligen Preises, bezahlen. Deshalb finde ich es sehr gut, wenn die Teilnehmer der Ostermärsche für den Frieden demonstrieren.
Hartwig Köhler, Bad Sulza
Zu Ministerin Reiche gegen Senkung der Kfz-Steuer:

Die Energie-Lobbyistin Katharina Reich, ihres Zeichens Wirtschaftsministerin, hat (oder will?) Fachbereiche aus ihrem Ministerium ausgliedern, damit ihr später nicht jemand nachsagen kann, sie hätte etwas Gutes für das Volk getan. Sie hat nämlich ihre soziale Ader entdeckt. Wenn sie die Kfz-Steuer senken würde, käme das auch denjenigen zugute, die die hohen Preise wegen ihres großen Einkommens verschmerzen können, sagt sie. Mit ihrem Vorschlag zur Senkung der Stromsteuer kommt sie dem Vorschlag entgegen, dass sich der deutsche Michel doch ein E-Auto kaufen soll. Dann braucht es auch keine Senkung des Tempolimits der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm auf 100 km/h. Vielmehr sorgt ihr 12-Uhr-Monitoring echt für Transparenz, und der Tankwart schaut nach 12 Uhr gelangweilt aus dem Fenster und hofft, dass wenigstens jemand seine angewärmte Bockwurst kauft, die noch den Preis von vor 12 Uhr hat.
Friedemann Boelicke, Erfurt
Zum Familienbetrieb Wagner mit 286-jähriger Geschichte (TA 2. April):

Der Klaus Wagner Fahrzeugbau in Moßbach (Saale-Orla-Kreis) mit seiner 286-jährigen Geschichte ist einer der wenigen Familienbetriebe, die die sozialistische Umgestaltung der Produktionsverhältnisse überstanden haben. Die verheerende Wirkung der Enteignungen, Zerschlagungen und Benachteiligungen der Selbstständigen von Klein- und Großbetrieben ist heute im „Osten“ noch zu spüren. Der Generationenübergang ist zerschnitten worden und im sozialistischen Partei-Einheitsbrei untergegangen. Es fehlen die Selbstständigen, die bereit sind, sich den täglichen Herausforderungen eigenverantwortlich zu stellen und nicht „den Feierabend und die Freizeit heiligen“.

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Mit der Auflösung der sozialistischen Großbetriebe nach der Wende brachen viele Arbeitsplätze weg, es boten sich aber auch neue Möglichkeiten, die Mutige zur Selbstständigkeit mit Aus- oder Neugründungen nutzten. Sie bestehen im Wettbewerb und sichern Arbeitsplätze. Politik fördert jetzt zwar vermehrt Start-ups. Das ist aber noch zu wenig. Schon Studenten und Schüler müssten viel mehr auf die praktische Nutzung des Wissens trainiert und unterstützt werden, wie man neue Ideen für Produkte oder Verfahren entwickelt. Es wäre verheerend, wenn diese junge Generation einen „lebenslang sicheren“ Arbeitsplatz und Rente wie im öffentlichen Dienst favorisierte.
Peter Giesemann, Niederroßla
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