Zum Image der Rüstungsindustrie

„Kann die Rüstungsindustrie Jobverluste in der Kfz-Branche auffangen“, lautet dir Frage aus einem Beitrag über eine Rüstungsindustrie, die sich dank des Angriffskrieges Putins zum positiven gewandelt haben soll und viele neue Arbeitsplätze bietet. Ich kann in der Produktion von Waffen aller Art, die in letzter Konsequenz Menschen töten sollen, kein positives Image erkennen. Selbst die, die andere Menschen töten, tragen oft psychische Schäden davon. Ganz abgesehen von der Zivilbevölkerung, die unter einem Krieg leidet. Das Gerede von der Schonung der Zivilbevölkerung ist blanker Zynismus. Es wird viel von Nachhaltigkeit gesprochen und von schonender Nutzung von Ressourcen. Ich kann bei der energieintensiven Waffenproduktion, die letztlich keinen Mehrwert hat und nur gehortet wird, keine Nachhaltigkeit erkennen. Sollten wir wirklich das kopieren, was die Präsidenten Putin, Trump und Netanjahu für ihre Ziele einsetzen oder gibt es für einen sich selbst als Werte-Westen genannten Teil der Welt nicht bessere Wege der Konfliktlösung, als so viel Geld in die Rüstung zu investieren.
Joachim Hezel, Bad Sulza

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