Zum Beitrag „Bundeswehr erteilt nächsten Großauftrag“ vom 28. April:
Erstens ist die Wiederbelebung der Waffenproduktion weniger ein Rettungsanker für die Industrie als vielmehr eine bittere Notwendigkeit. Angesichts der russischen Aggressionspolitik, der zunehmenden Entfremdung von den USA, aber der kritischen Abhängigkeit von amerikanischen Lieferungen und des eklatanten Mangels an vielem anderen bleibt kaum eine andere Wahl.
Zweitens sollte man die politische Führung des Landes keineswegs überschätzen. Keiner der maßgeblichen Vertreter der Parteien scheint zu fähigem Krisenmanagement oder zu langfristigem Denken in der Lage zu sein.
Drittens wird es nicht gelingen, die tiefen Verluste in allen übrigen Industriezweigen auszugleichen; es bleibt, wie man sagt, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Churchills und Bismarcks sind am politischen Horizont nicht zu erkennen. So werden weder die Wirtschaft noch die vertraute Lebensweise in Deutschland zu retten sein.
Talaibek Burkanow, Bad Sulza
Weitere Lesermeinungen
Zum Beitrag „Länder kaufen viele Waffen“ vom 28. April:
„Militärausgaben das 11. Jahr in Folge gestiegen“, so berichtete das Friedensforschungsinstitut Sipri. In der TA hat es diese Nachricht in leicht verständlicher Sprache nur auf die „Checky“-Kinderseite geschafft. Weltweit 2,5 Billionen Euro! Dies entspricht etwa 3000 Euro pro Weltenbürger! Trotz Hunger und Not auf der Welt, ein Wahnsinn!
Vergessen wurde, dass Deutschland hinter den USA, China und Russland „nur“ auf Platz 4 liegt. Wir sind aber „besser“ als Indien, Saudi-Arabien, England, Frankreich und auch Japan! Die Information der Kinder hilft sicher zur zukünftigen Kriegs-, nein, Verteidigungstüchtigkeit der jungen Generation.
Jürgen Werner, Oberheldrungen
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