Zum Beitrag „AfD beauftragt Plagiatsjäger“ vom 15. Mai: 

Der Plagiatsjäger Stefan Weber arbeitete schon für das als rechtslastig geltende Magazin „Nius“. Es geht ihm um die billige Befriedigung der Sensationslust von Lesern, vor allem auch im digitalen Bereich. Er hat sich an den Arbeiten von Frank Walter Steinmeier, dem ehemaligen EU-Kommissar Johannes Hahn, der ehemaligen Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger, Frau Frauke Brosius-Gersdorf und anderen versucht, deren Universitäten keine Unregelmäßigkeiten feststellen konnten, deren Ansehen dennoch beachtlichen Schaden nahmen.

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Es geht um die Zerstörung angesehener Persönlichkeiten im öffentlichen Leben, die sich deutlich von der AfD abgrenzen, mit dem Ziel, über diese Personen Gerüchte zu verbreiten, Unruhe zu stiften und rechte Ideologie zu unterstützen. Und das im Sinne einer Partei, die in großem Stil Vetternwirtschaft betreibt, demokratische Regeln und Verhaltensweisen in den Parlamenten missachtet und mit dem Vorstoß, die Schulpflicht abzuschaffen, Chancengleichheit zunichtemacht. Corona hat gezeigt, dass der Schulbesuch vor Vereinzelung, sozialer Verelendung und dem Bildungsabbruch schützt.

Privatunterricht für die Wohlhabenden, ideologisch ausgerichteter Unterricht mit Unterrichtsmaterialien aus dem Hause AfD in der Familie – wer wird das dort wohl übernehmen müssen und wie? – ist ein weiterer Angriff auf demokratische Ideale und Strukturen.
Dr. Annegret Nickel-Gemmeke, Weimar

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Ebenfalls zu diesem Beitrag:

Um einen Doktortitel zu erlangen, muss man unter anderem eine wissenschaftliche Arbeit einreichen, die die Zusammenhänge gut analysiert und eine daraus folgende Weiterentwicklung beinhaltet. Diese Arbeit kann man an einer Hochschule mit Promotionsrecht einreichen. Mindestens zwei Gutachter im Auftrag dieser Hochschule beurteilen dann diese Arbeit und empfehlen nach positivem Urteil deren Annahme. Somit sind die Hochschulen und deren Gutachter für die Vergabe eines Doktortitels verantwortlich.

Falls man Langeweile hat, nicht kreativ ist, aber gewisse analytische Fähigkeiten besitzt, stürzt man sich auf den Vergleich von Veröffentlichungen und sucht nach gleichen Textstellen und nennt sich dann „Plagiatsjäger“, ein österreichischer Herr Weber ist so ein selbst ernannter. Der hat schon einige solcher „Beurteilungen“ veröffentlicht, wohl nur aus Ruhmessucht, denn es ist ja leichter, über etwas Fremdes zu urteilen, um sich einen Namen zu machen.

Da so ein von keiner Bildungseinrichtung oder anderen offiziellen Stellen autorisierter Mensch nun auch noch Geld dafür nimmt, ist der Wert seiner Plagiatsjägerei nur ein „Gefälligkeitsgutachten“. Dann beim Auftrag gegen Geld auch noch die Störung öffentlicher Termine in Kauf zu nehmen oder gezielt zu nutzen, zeigt mangelnde Bildung oder fehlende Recherche. Und so ist eigentlich sein Gefälligkeitsgutachten nichts wert. Es wird immer nur der Promovend diffamiert.
Hans-Jürgen Kampmann, Nordhausen

Zum Beitrag „Debatte um Schulpflicht“ vom 16. Mai:

Mal wieder gerät unsere Landesregierung wegen einer „Meldung“ – oder besser Vermutung – aus Sachsen-Anhalt in Panik. Die Schulpflicht! Und wieder kommen nur nicht ernst zu nehmende Parolen und Analysen. Wird doch seit Jahren aufgrund politischer Fehlentscheidungen unser Bildungssystem an die Wand gefahren. Dabei wird der Lehrermangel beklagt – war es doch eine CDU-Landesregierung, die die Pädagogische Hochschule in Erfurt (und somit den Lehrernachwuchs) liquidiert hat. Unsere Schulen verfallen, es fehlt nicht an Steuereinnahmen, diese werden eben nur nicht zweckbestimmt verwendet. Dabei sollten über 2200 Schulabgänger eines Jahrgangs ohne Abschluss Alarmzeichen genug sein. Doch statt die aktuellen Probleme mit höchster Priorität anzugehen, wird politisch instrumentalisiert und diskutiert.
Die Schule ist und bleibt legitimiert, mit den Grundlagen im Rechnen, Lesen, Schreiben und Naturwissenschaften unseren Kindern Wissen, Können und Fähigkeiten zu vermitteln. Sie so auf das Leben in Gesellschaft und Beruf vorzubereiten.
Es geht nicht um die Abschaffung der Schulpflicht! Es geht darum, zur Kernaufgabe der Schule zurückzukehren und in unsere Kinder und Jugendlichen zu investieren. Sie sind unsere Zukunft.
Carsten Schreiber, Tonna

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