Zum Beitrag „Kanzlertausch? Quatsch!“ vom 2. Juni:

Ein Kanzlertausch wäre nur Kosmetik und würde wohl keinen grundlegenden Wandel der deutschen Politik darstellen. Die Verfehlungen der letzten Jahre sind viel tiefgründiger und erfordern drastische Korrekturen, die mit der jetzigen Parteienkonstellation in der Regierung nicht möglich sind. Vielleicht könnte eine Parlamentsregierung (ohne Fraktionsbindung) mit allen im Bundestag vertretenen Parteien eine Lösung darstellen.
Die EU ist ein Bürokratiemonster und mehr Hindernis als Ideengeber für die dringend nötigen Maßnahmen. Trotz der vielgepriesenen Digitalisierung werden bei uns immer mehr Verwaltungsjobs aufgebaut und der Dienstleistungsbereich wird erweitert. Industriearbeitsplätze, mit denen die nötige Wertschöpfung erfolgt, werden durch falsche Politik auf vielen Bereichen immer mehr abgebaut.
Wenn wir unseren, von den letzten Generationen aufgebauten Wohlstand erhalten wollen, dann ist dringendes Handeln geboten. Bei uns wird viel zerredet. Wir brauchen für ein Stück Autobahn von Eisenach nach Kassel Jahrzehnte. In dieser Zeit baut China trotz Kommunismus ganze Städte, Flughäfen und Bahnhöfe.
Es muss jetzt ohne Wenn und Aber das Nötige durchgesetzt werden. Minister sollten nur die werden können, die auch ohne externe Berater fachliche Kompetenz und das nötige Hintergrundwissen für das jeweilige Resort besitzen.
Peter Stiebling, Fischbach

Zum Beitrag „Neue Regeln zu Plagiaten gefordert“ vom 23. Mai:

Ein Betrug, um sich eine Würde zu erschleichen, die man eigentlich nicht hat, darf nicht verjähren. Einen Dr.-Titel, der ja auch Vertrauen und Ansehen verschafft, trägt man ja auch sein ganzes Leben mit Würde und sicher auch Stolz – und das zu Recht! Einen solchen Titel, ohne ihn ehrlich erworben zu haben, zu nutzen, um in höchste Ämter zu streben, das darf nicht sein. Wer das macht, sollte nicht glauben dürfen, man müsse nur lange genug durchhalten, dann funktioniert das schon. Dann bräuchten im Vergleich kleine „Gaunereien“ gar nicht mehr verfolgt werden. Ein solcher Plagiatsträger verdient nicht die Achtung seiner Mitmenschen, aber den Verlust des ergaunerten Titels.
Hans-Jürgen Obstfelder, Sömmerda

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Zum Beitrag „CDU und CSU rücken von geplanter BaföG-Reform ab“ vom 2. Juni:

Wieder ist eine Seifenblase geplatzt. Unsere Regierung ist bereits Weltmeister. Allerdings im Beabsichtigen, Vorhaben und Anstreben. Konkrete Umsetzungen gibt es leider keine. Dass Deutschland nur die Wissenschaft und Technik hat, um konkurrenzfähig zu sein, wird leider immer wieder vergessen. Nicht jedes Talent hat die Möglichkeit, auf finanzielle Reserven, auch die der Eltern, zurückgreifen zu können. Wie soll bei den Nebentätigkeiten die Regelstudienzeit eingehalten werden? Die Äußerung der Ministerin Bär, dass ihre Tochter auch arbeiten müsse, klingt in dem Zusammenhang wie Spott und Hohn.
Andreas Schmidt, Mellingen

Antrittsbesuch Forschungsministerin Bär in Cottbus
„Unsere Tochter muss auch jobben, weil sie sehen soll, wie hart es ist, selbst Geld zu verdienen“. Dieses Zitat von Dorothee Bär (CSU), Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, sorgt für Aufregung. © Frank Hammerschmidt/dpa | Frank Hammerschmidt

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Zum Beitrag „Kein 28-Euro-Ticket für Thüringen“ vom 2. Juni:

Warum nicht, möchte man fragen? Wer Dienstwagen nutzen darf, wird für das Ticket kein Verständnis haben und sich auch nicht dafür einsetzen. Ich finde, man darf nicht alles nur am Geld festmachen. Umweltschützer fordern, Autos aus Städten zu verbannen, was vom Grundsatz her richtig ist. Wenn allerdings der Verkehrsverbund Mitteldeutschland schon wieder eine Fahrpreiserhöhung ab August – auch für Kurzstrecken – ankündigt, wird wohl die Forderung der Umweltschützer ein frommer Wunsch bleiben. Da muss man nichts schönreden.
Wenn Autos aus Städten verbannt werden sollen, müssen Umweltschützer und Verkehrsbetriebe einen Kompromiss finden. Sechs Euro (für eine Hin- und Rückfahrt in Erfurt) sind einfach zu viel. Dann doch lieber das Auto... Und so werden die Forderungen des einen und die Forderungen des anderen wohl immer nur solche bleiben – natürlich auf dem Rücken der Einwohner. Wenn jeder nur seinen Teil vom Kuchen sieht, wird wohl nie etwas Stimmiges für alle entstehen.
Maria Neumann, Erfurt

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