Zur Finanznot bei den gesetzlichen Krankenkassen:
Die Krankenkassen haben zu hohe Ausgaben und die Politik möchte beim Bürger sparen, um das Problem zu lösen. Macht man aber als Versicherter Spar-Vorschläge, werden diese mit der Begründung, dass eine „Wirtschaftlichkeitsprüfung“ bei der Krankenkasse grundsätzlich nicht vorgesehen sei, abgelehnt.
Aus gesundheitlichen Gründen werde ich von einem pflegerischen Assistenten mehrmals pro Woche zur Physiotherapie gefahren. Bislang konnte man als Patient dort kostenlos im öffentlichen Parkhaus parken, nun kostet das 4 Euro Gebühren. Ich habe der Kasse vorgeschlagen, dem Assistenten diesen Betrag zu erstatten, da er mich auf eigene Kosten nicht fahren kann. Dies wurde abgelehnt. Da ich Anspruch auf einen Behindertenfahrdienst habe, der pro Fahrt (hin und zurück) etwa 50 Euro kostet, zahlt die Krankenkasse also lieber den hohen Betrag (pro Jahr etwa 4400 Euro) als sich auf die Erstattung der Parkgebühren (pro Jahr 368 Euro) einzulassen. Wenn alle gesetzlichen Krankenkassen so wirtschaften, muss man sich über die desolate Finanzlage nicht wundern.
Nico Fiedler, Erfurt
Weitere Leser-Meinungen
Zum Beitrag „Die Frau, die Goethe Wohlbehagen schenkte“ vom 2. Juni:
Der einfühlsame Beitrag von Henryk Goldberg zum Geburtstag von Christiane von Goethe sollte die Stadtverwaltung von Weimar endlich veranlassen, der Grabstelle dieser bemerkenswerten Frau auf dem Jakobsfriedhof mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Inschrift mit dem Gedenkvers Goethes ist kaum noch zu entziffern. Wenn die Hofgesellschaft zur Zeit Goethes versucht hat, die Frau des Dichters mit Spott und Missachtung zu behandeln, so sollten wir es heute besser wissen und die Erinnerung an Christiane wenigstens auf ihrem Grabstein lebendig erhalten.
Christoph Werner, Weimar
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