Zum Beitrag „Die Welt lässt Deutschland abblitzen” vom 4. Juni:
Dass Deutschland abblitzt, hat nichts mit Beliebtheit zu tun. Ob wir in irgendein Gremium gewählt werden, ist nicht von unserem Ansehen oder Sympathiewerten abhängig. Es geht einzig und allein ums Geld. Wir versuchen, unser eingetrichtertes schlechtes Gewissen mit Geld zu beruhigen. Allein im Jahr 2023 überwies die Bundesrepublik laut Statistischem Bundesamt über 35 Milliarden Euro Entwicklungshilfe. Seit 2023 gingen über 96 Milliarden Euro an die Ukraine. Und wir können uns keine ordentliche Ausrüstung für unsere Soldaten leisten. Sogar nach China wurden 2022 über 86 Millionen Euro und nach Südafrika über 558 Millionen Euro überwiesen. Aber unsere Bürger sollen bis zum Ende ihrer irdischen Zeit rackern. Was erhofft sich Deutschland davon? Wir sollten endlich aufhören, uns vorführen zu lassen. Bevor die Welt den letzten Funken Respekt vor Deutschland verliert.
Jörg Steinmetz, Allmenhausen (Ebeleben)
Ebenfalls zu diesem Beitrag:
Auf der Weltbühne ist Deutschland abgeblitzt. Der Donner wird noch lange nachhallen. Obwohl unser Land über Jahre weltweit Geld an 140 Staaten für Entwicklungshilfe zur Verfügung stellt, haben diese ihre Stimme versagt; ansonsten wäre die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit gegeben gewesen. Russland für dieses Ergebnis verantwortlich machen zu wollen, erscheint mir bei dem Abstimmungs-Modus sehr weit hergeholt.
P. Achim Tettschlag, Erfurt
Weitere Leser-Meinungen
Zum Protest gegen den AfD-Parteitag in Erfurt:
Warum wird oft von einer „linken Gegendemo“ am Parteitag der AfD geschrieben und gesendet? Ich denke, die Gegner des Parteitags sind Menschen aus der Mitte bis ganz Links. Also Demokratie-Verteidiger. Dann sollte man es auch so formulieren. Die Demonstration gegen den Parteitag ist eine gegen rechtsextreme Tendenzen, für die Erhaltung der Demokratie. Die AfD will das Gegenteil. Ich wünsche mir eine friedliche Demo. Sonst hilft es nur der Gegenseite.
Horst Pfützenreuter, Weimar

Zum Tankrabatt:
Gesetzlich ist festgelegt, dass Tankstellen nur einmal am Tag um 12 Uhr die Kraftstoffpreise anheben dürfen. Am 4. Juni wurden in Erfurt bereits um 10.30 Uhr an mehreren Tankstellen die Preise um circa zehn Cent angehoben. Ich habe daraufhin versucht, mit dem Bundeskartellamt Kontakt zu bekommen. Über mehrere Telefonnummern war dort niemand erreichbar. Schriftlich antwortete mir ein KI-Assistent, dass die vorzeitige Erhöhung technische Gründe habe. Bei gleichzeitiger Umstellung bundesweit um 12 Uhr könnten Probleme im Netz auftreten, welche dann zum Absturz der Kassensysteme bei den Mineralölgesellschaften führen können.
Eine Rückfrage beim Thüringer Bürgerbeauftragten ergab, dass für die Ahndung solcher Ordnungswidrigkeiten die Länder zuständig sind. Allerdings hat man es im Freistaat Thüringen bisher nicht geschafft, dafür eine entsprechende Meldestelle zu installieren. Fazit für mich: die Mineralölkonzerne kassieren den Tankrabatt und können die Preise vorzeitig erhöhen, ohne dafür belangt zu werden. Der Bürger hat zu zahlen und der Staat verdient natürlich über die Mehrwertsteuer auch noch zusätzlich.
Roland Fischer, Erfurt

Zum Beitrag „EU ernennt vorerst keinen Russland-Gesandten“ vom 29. Mai:
Was tun Diplomaten? Sie reden, wo sich andere prügeln. Sie entspannen, wo andere Spannungen aufbauen. Sie vermitteln, wo andere einander sprachlos angiften. Kaja Kallas leitet den Auswärtigen Dienst der EU und ist Europas Chefdiplomatin. Zweifel an ihrer Eignung gab es seit ihrer Ernennung. Nun aber hat sie selbst die letzten Zweifel zerstreut. Beim Treffen der EU-Außenminister erklärte sie klipp und klar, dass die EU im Ukraine-Krieg nicht neutral, sondern Partei ist: „Eines ist ganz klar: Europa wird nie neutraler Vermittler zwischen Russland und der Ukraine sein, denn wir stehen auf der Seite der Ukraine“.
Damit ist es offiziell: Kallas hat die EU zu Russlands Kriegsgegner erklärt. Das ist Wasser auf die Mühlen russischer Scharfmacher. Kallas hat in gewisser Weise im Namen von 500 Millionen EU-Bürgern der Atommacht Russland den Krieg erklärt. Gefragt, ob die Bürger das wollen, hat sie nicht. Wozu auch. Sie wurde ja von ihnen auch nicht gewählt.
Dr.-Ing. Manfred J. Fiegler, Schwansee
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