Zum Beitrag „Debatte um Höcke-Thesen zu Westdeutschen“ vom 11. Juni:
Wieder ein medialer und politischer Aufreger der Woche und die AfD bleibt im Gespräch.
Wohlklingende Worte für die Ohren der Ostdeutschen, die im staatlich verordneten Antiamerikanismus der DDR in Grenzobhut leben mussten. Das alles wird noch vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin inszeniert. Nach Höckes Logik: die Ostdeutschen sind vielleicht alle „russifiziert und Putin-Versteher“. Worauf zielt eigentlich die Führung des in Thüringen als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD-Landesverbandes? Auf mangelndes, kollektives Geschichtsbewusstsein?
Ja, es waren die Amerikaner, die Alliierten, die nach 1945 am Wiederaufbau und gegen jegliche Auferstehung einer Diktatur interessiert waren. Doch es fehlte ein wirksamer Schutzwall vor den vielen Krisen der Welt.
Die Menschheit befindet sich wieder auf einer gefährlichen Gradwanderung zwischen Demokratie und Diktatur. Gerade deshalb sollten wir Thüringer die Auferstehung des Nationalsozialismus in Weimar im 20. Jahrhundert, dem blutigsten Zeitalter der Geschichte, in wachsamer Erinnerung behalten. Wir alle wissen es: Protestwahlen können auch nach hinten losgehen. Sympathisieren diese Wähler allen Ernstes für Völkischen Nationalismus, einem Kern des Rechtsradikalismus? Wie sieht da die Welt unserer Kinder mit einer braunen Zukunft aus!
Rosi Schmidt, Gotha
Weitere Leser-Meinungen
Zum Beitrag „Brot und Spiele“ vom 11. Juni:
Will der Autor einen auf dicke Backe machen oder denkt er auch daran, dass Tausende von Lesern die TA noch ohne Fremdwörterbuch lesen wollen: Machismo, Mixed-Martial-Arts-Gladiatoren, Tuxedo, virilen Mann, Hypermaskulin… Wenn das ein Ausdruck von besonderer journalistischer Brillanz sein soll, kann ich darauf gerne verzichten.
Klaus Herzog, Erfurt
Schreiben Sie uns gern Ihre Meinung
Leserbriefe sind in keinem Fall Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, Texte zu kürzen. Leserbriefe und auch Leserfotos senden Sie bitte per Mail an leserbriefe@thueringer-allgemeine.de unter Angabe des vollständigen Namens, der Anschrift und der Telefonnummer. Veröffentlicht werden davon nur Name und Ort. Leserbriefe sollten die Länge von 1400 Zeichen nicht überschreiten.





