Zum Beitrag „Organspende in Deutschland: Bekommt die Widerspruchslösung jetzt eine Chance?“ vom 23. Juni:

Leider bekommt der Leser nicht die volle Information, wer als Organspender infrage kommen kann. Bei lediglich 0,4 Prozent aller Menschen, die sterben, ist der Hirntot die Ursache. Und nur der Hirntot ist in Deutschland das Kriterium, Organspender sein zu können. In dem Artikel klingt es wieder so, als würde Jeder nach seinem Tod als Ersatzteillieferant herhalten müssen. Das verunsichert die Menschen und lässt verständlicherweise eine Ablehnung der Organspende befördern. Deshalb nochmal: Nur ungefähr jeder 250. Mensch, der verstirbt, kommt überhaupt für eine Organspende infrage. Wichtiger wäre es, den Lesern zu verdeutlichen, sich mit dem Thema Organspende beim eigenen Tod auseinanderzusetzen und sich eine eigene, ergebnisoffene Meinung zu bilden. Dies sollte man dann im Register oder dem Organspendeausweis dokumentieren und seine Angehörigen über seine Entscheidung informieren. Nur so kann den Angehörigen im schlimmsten Fall eines plötzlichen Todes die schwere Entscheidung für oder gegen eine Organspende ihres Angehörigen genommen werden. Die Hürde, im Register oder auf dem Ausweis „Nein“ anzukreuzen ist nun wirklich nicht hoch.
Uwe Alberti, Apolda

Zum Beitrag „Merz in Evian: Das ist die Trump-Taktik des Kanzlers“ vom 17. Juni:

Welche eine Heuchelei in der Politik. Da überreicht Merz dem Kriegstreiber Trump ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Einem Menschen, der ganze Landstriche dem Erdboden gleichmachen ließ. Was soll man da noch sagen? Mit dieser Geste ehrt Merz einen Menschen, der die Weltwirtschaft an den Rand des Ruins geführt hat. In meinen Namen ist diese Ehrung nicht. Ich schäme mich für dieses Land. 
Guido Kleinsteuber, Gotha 

Zum Beitrag „Maier rechnet ab: AfD-Verbot…“ (zum Bezug auf die Einstufung der AfD als völkisch) vom 22. Juni:

Als Begründung der Einstufung wird angeführt, dass „die Zugehörigkeit zum Staatsvolk ethisch und kulturell definiert wird“. Ohne dies in Bezug auf die AfD zu würdigen, möchte ich anmerken, dass das bundesdeutsche Staatsangehörigkeits- und Einbürgerungsrecht noch bis vor kurzem eindeutig auf der ethnischen Abstammung beruhte. Als ich kurz vor der Jahrtausendwende einen Staatsangehörigkeitsausweis beantragte, musste ich meine deutsche Abstammung bis zur Generation meines Großvaters väterlicherseits (geboren 1910) dokumentarisch belegen. Ab dem Geburtsjahr 1914 hätte ich zusätzlich meine deutsche Abstammung vom Urgroßvater nachweisen müssen. Zudem beruht der Zuzug der deutschen Spätaussiedler ebenfalls auf ihrer ethnischen (deutschen) Abstammung (siehe Bundesvertriebenengesetz). Bis in die jüngere Vergangenheit (neunziger Jahre) galt auch die Pflege deutscher Kultur (deutsche Sprache, deutsches Liedgut, deutsche Bräuche, Traditionen und Sitten bis hin zur Zubereitung deutscher Speisen) im Herkunftsgebiet als Nachweis für die deutsche Volkszugehörigkeit und neben der Abstammung als Kriterium für die Spätaussiedlereigenschaft. Ohne weitere Prüfung gab es dazu nach der Einreise in die BRD den Bundespersonalausweis, den deutschen Pass und damit die deutsche Staatsangehörigkeit.   
Petra Welitschkin, Heilbad Heiligenstadt

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Zum Beitrag „Länger arbeiten, höhere Beiträge...“ vom 23. Juni:

Die Berufsstarter und jungen Arbeitnehmer haben einen Trend zu diesem Zeugs, was sich Work-Life-Balance nennt. Weniger arbeiten, mehr Freizeit. Sollen sie haben. Wenn man dann aber gleiche Ansprüche haben möchte, wie andere, die mehr arbeiten, müssen sie halt länger arbeiten. Das Leben ist eben kein Ponyhof.
Michael Bürgermeister, Ruhla

Zum Beitrag „Land soll von Militärtechnik-Projekten profitieren“ vom 11. Juni:

Es tut mir weh, täglich erfahren zu müssen, wie wenig die deutschen Politiker aus der Vergangenheit gelernt haben. Ich gehöre noch zu der Generation, die schmerzhaft erleben musste, was sechs Jahre Krieg bedeutet. Und nun, nach über 80 Jahren, droht sich das damals Erlebte zu wiederholen. Menschen, lasst es nicht zu. Stoppt die Politiker in ihrem Tun. Schon Goethe wusste: „Wer Waffen schmiedet, bereitet Krieg und muss davon der Zither Klang nicht erwarten“.    
Helga Hamsch, Dachwig

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