Zu den hohen Spritpreisen in Deutschland
In der Ausgabe der Thüringer Allgemeinen vom Mittwoch, 12. August, unter dem Titel „Wie lange bleibt der Ölpreis noch so hoch?“ wurde zu Recht kritisiert, dass die Spritpreise nach dem Ende des Tankrabatts wieder auf Rekordhöhe gestiegen sind. Wir verbrachten wieder unseren Urlaub in Schweden und waren sehr positiv über die niedrigen Spritpreise überrascht. Ein Liter Super 95 kostet umgerechnet 1,45 Euro und Diesel 1,46 Euro. Eine Erklärung für den niedrigen Spritpreis ist: Die schwedische Regierung hat zu Beginn der Sommerferien eine Preisdeckelung für alle Benzin- und Dieselsorten verordnet. Eine Kommentierung zur Preispolitik dieser Bundesregierung zu den aktuellen Spritpreisen kann man sich wohl hier sparen. Eine Frage wäre doch noch erlaubt: Alle europäischen Länder bekommen von den gleichen Lieferanten den Rohstoff Öl geliefert. Warum hat Deutschland die höchsten Spritpreise in Europa?
Peter Stampf, Erfurt
Zum Beitrag „Sorgen vor dem Heizwinter“ vom 22. August

Dass die sogenannte erneuerbare Energie nicht ausreichend für Wirtschaft und Bevölkerung vorhanden ist, ist ja nicht neu. Eine Lösung ist allerdings auch nicht in Sicht. Ich darf an den Amtseid für politische Ämter in Deutschland erinnern, der im Artikel 56 des Grundgesetzes festgeschrieben ist: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“ Das Ausplündern des eigenen Volkes ist im Amtseid nicht vorgesehen. Es ist nicht Aufgabe der Regierenden, Kriege zu unterstützen und Fahrradwege ferner Länder zu finanzieren, sondern die Versorgung des eigenen Landes zu sichern.
Maria Neumann, Erfurt
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Zum Beitrag „Außenminister Wadephul besucht Kiew“

Außenminister Wadephul hat bei seinem vierten Besuch in Kiew, vor einer Bildwand gefallener Soldaten die Hoffnung geäußert, bei seinem nächsten Besuch in der Ukraine keine weiteren Bilder mehr beklagen zu müssen. Zur Unterstützung seines Wunsches hat er ein 50‑Millionen-Paket mitgebracht. Mit den Waffen, die dafür gekauft werden, erfüllt sich seine Hoffnung nicht. Der Krieg wird bis zu seinem fünften Besuch, mit weiteren Bildern gefallener, ukrainischer Soldaten weitergeführt. Einen Gedanken, eine Idee, den Krieg ohne Waffen, ohne neue Bilder getöteter Soldaten zu beenden, hat man leider von ihm nicht vernommen. Schade, eine vergebene Chance für einen deutschen Außenminister.
Manfred Eberwein, Sömmerda
Zur Kolumne „Thüringer Herzblut“ vom 22. August

Herr Henryk Goldberg hat es mit seiner Kolumne mal wieder geschafft, Neugierde rund um das Rennsteiglied zu wecken. Was hat nun August Trinius mit dem DDR‑Wanderlied zu tun? Er schuf wohl das „Ur-Rennsteiglied“ und Herr Roth die bekannteste Hymne des Thüringer Waldes. Dass Studenten in Weimar in den Fünfzigerjahren gegen Roths „Kitsch und Tralala“ zu ihrem eigenen Nachteil demonstriert haben, gehört nun nicht unbedingt zum Thüringer Allgemeinwissen. Ich musste mal feststellen, dass beim Wandern nur jeder Zweite die erste Strophe trällern konnte. Als Wanderpreis gab es dann eine Ansichtskarte mit dem vollständigen Text. Nun stelle ich mir meine Enkelin vor, gerade noch in einer Selbstfindungsphase, wie sie dieses Heimatlied trällert. Ihr wurde schon ein Wanderpass seitens der Eltern in die Wiege gelegt. Gern ist sie im Dorf, im Wald, in verschiedenen Vereinen aktiv unterwegs. Ich werde ihr demnächst dieses neue „Pflichtlied“ der Thüringer Schulen vorträllern.
Rosi Schmidt, Gotha

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