Zum Beitrag „CDU stürzt dramatisch ab“ vom 7. September:
Das Ergebnis war doch grundsätzlich absehbar. Hier haben die sogenannten „Reformvorschläge“ unserer „Volksparteien“ noch das Fass zum Überlaufen gebracht. Kürzungsvorschläge überwiegend zulasten nur der gesetzlich Versicherten (Krankenkasse und Rente) als „Reform“ zu bezeichnen, ist naiv oder arrogant und trägt zur Spaltung der Gesellschaft bei. Abgeordnete, Beamte, Pensionäre, Selbstständige und Bürgergeldempfänger wurden bei den Sparvorschlägen weitestgehend „vergessen“. Die Führungskräfte unserer „Volksparteien“ haben leider aber auch vergessen, dass die gesetzlich Versicherten den größten Teil des Wahlvolkes stellen.
Wolfgang Schiffmann, Erfurt
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Ob die Brandmauer nun eingestürzt ist, wird sich zeigen. Aber eines kann man schon sagen: Die Wähler haben für einen Dammbruch in ganz Deutschland gesorgt. Denn damit wurden all die Bedenken, vieler Bürger weggespült, die sie bisher zögern ließen, sich zur AfD zu bekennen. Wer offen zugab, diese Partei zu wählen, musste befürchten, gemieden oder zumindest scheel angesehen zu werden. Das wird jetzt nicht mehr so leicht sein. Eine Partei, für die sich knapp 44 Prozent der Wähler aussprechen, muss sich nicht verstecken. Auch ihre Wähler nicht. Solche Ergebnisse erzielen nur echte Volksparteien, die Stimmen aus allen Alters- und Gesellschaftsgruppen anziehen. Man muss bis ins Jahr 2013 zurückgehen, als das letzte Mal eine Partei auf über 40 Prozent kam: die CSU bei den bayerischen Landtagswahlen – und das galt damals als schlechtes Resultat.
So ändern sich die Zeiten. Union und SPD sind keine Volksparteien mehr. An ihre Stelle ist die AfD getreten. Jetzt sollte man ihr gestatten, zu zeigen, ob sie nicht nur wohlfeile Opposition, sondern auch schwieriges Regieren kann.
Dr. Manfred J. Fiegler, Schwansee
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