Die Fürstin-Anna-Luisen-Schule in Bad Blankenburg ist eine ganz besondere Schule. Über 70 Kinder werden hier auf das Leben und den Alltag vorbereitet. „Doch die Schülerschaft ist ganz bunt gemischt“, erklärt die langjährige Schulleiterin Antje Wennrich-Wydra. „Alle unsere Kinder haben ganz unterschiedliche gesundheitliche wie körperliche Voraussetzungen, das Spektrum reicht von einer leichten geistigen Behinderung über Kinder mit einer autistischen Symptomatik bis hin zu schwerst mehrfach behinderten Kinder, die nebenbei mit hohem Pflegeaufwand versorgt werden müssen.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Dennoch versuchen die Lehrer, Erzieher und Pflegekräfte, jedem einzelnen Schüler zu entsprechen. „Wir wollen von jedem Schüler die Besonderheiten und Begabungen erkennen, seine Stärken und seine Schwächen herausfinden und einen speziellen, ganz eigenen Lehrplan mit individuellen Zielen erstellen, um jedem Schüler größtmögliche Selbstständigkeit zu ermöglichen, selbstständiges Leben vorzubereiten, damit sie so gut wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“
Mit unendlicher Geduld, Fürsorge und Engagement versuchen die Lehrkräfte, ihren Schülern Alltagswissen beizubringen: Tagesabläufe und Uhrzeit, Tiere und Natur, Gegenstände und Begriffe. Und oft sind viele Wiederholungen nötig, um zum Erfolg zu kommen.
Natürlich gibt es dafür auch ein umfangreiches Angebot mit Lernmitteln, darunter auch immer mehr elektronische Hilfen. „Doch die sind für uns tabu“, bedauert Wennrich-Wydra, „dabei sind auch unsere Kinder von der modernen Technik ganz begeistert. Im spielerischen Umgang mit blinkenden und piepsenden Lerngeräten sind sie natürlich viel motivierter als mit Mal-Vorlagen oder Holz-Buchstaben. Durch den hohen Aufforderungscharakter der Geräte können sie ihre Aufmerksamkeit viel besser auf den eigentlichen Lerninhalt fokussieren. Aber wir dürfen nichts bestellen, was eine Batterie hat“, ärgert sich die langjährige Schulleiterin. Den Grund dafür kennt sie nicht – „vielleicht wegen der Folgekosten durch die Batterien.“
Für das neue Schuljahr wünscht sie sich für die Kinder unter anderem eine digitale Lernuhr für 120 Euro und einen „sprechenden Stift“ für 120 Euro: Auf entsprechende Symbole getippt, erklärt der Stift geduldig den hinterlegten Inhalt, singt Lieder und spielt Vogelstimmen und Tierlaute ab. Die Symbole können auch mit individuellen Erklärungen belegt werden.
Ähnlich funktioniert der Tiptoi für 40 Euro: Spezielle Pappbücher für je 20 Euro erklären damit auf Knopfdruck die Arbeit von Feuerwehr oder Polizei, den menschlichen Körper, Dinosaurier, das Zähneputzen oder den Weltraum. Mit Hilfe unserer Leser möchte „Thüringen hilft“, die Spendenaktion unserer Zeitung und der Diakonie Mitteldeutschland, diese Wünsche erfüllen.
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