Thüringens neuer Bildungsminister weiß, wovon er spricht. Christian Tischner war selbst Regelschüler, hat am Gymnasium in seiner Geburtsstadt Greiz Abitur gemacht und anschließend an den Unis in Jena und Halle Geschichte und Politikwissenschaft auf Lehramt studiert. In Thüringen und Bremen arbeitete er, bevor er in den Landtag einzog.
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Im Parlament profilierte sich der 43-Jährige als ebenso fachkundiger wie scharfer Kritiker des damaligen linken Bildungsministers Helmut Holter. Doch in der Opposition Missstände zu bemängeln, ist bekanntlich leichter, als persönlich dafür sorgen zu müssen, dass sie abgestellt werden.
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Die erst seit wenigen Wochen amtierende Brombeer-Landesregierung aus Union, BSW und SPD hat ein 100-Tage-Programm angekündigt, mit dem sie zügig Maßnahmen einleiten will, um auf unterschiedlichen politischen Feldern Thüringerinnen und Thüringer zu entlasten.
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Dazu gehört, wie im Wahlkampf versprochen, die Dauerbaustelle in der Bildung endlich zu beenden. Schülern, Lehrern und Eltern gleichermaßen sind die Zustände in den Thüringer Lehranstalten seit langem nicht mehr zuzumuten. Der Frust aller Beteiligter ist groß. Die Hoffnung, dass sich etwas ändert, ebenso.
Christdemokrat Tischner wird nun beweisen müssen, dass er den seit Jahren auf hohem Niveau verharrenden Stundenausfall sowie den anhaltenden Lehrermangel nicht nur anprangern, sondern auch etwas dagegen unternehmen kann.






