Seit Jahren, nein, seit Jahrzehnten kriegt Thüringen das Problem des Lehrermangels nicht in den Griff. Seit 2014 versuchte sich daran eine rot-rot-grüne Landesregierung. Die CDU saß in der Opposition und warf dem linken Bildungsminister Versagen vor.

Finanzielle Anreize für Thüringer Schulstandorte

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Sachlich formuliert, klang die Kritik des damaligen Unionsfraktionsvizes Christian Tischner so: „Alle Schülerinnen und Schüler haben einen Anspruch darauf, dass Unterricht stattfindet, unabhängig davon, in welcher Region Thüringens sie leben.“ Seine Idee: finanzielle Anreize, um die Attraktivität von bestimmten Schulstandorten und Fächern zu erhöhen.

Schnellere Einstellungen als Teil der Lösung

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Der Christdemokrat ersann ein Zulagensystem. Es ging darum, die Leistung der Pädagogen anzuerkennen, den Generationenwechsel zu gestalten und um mehr bundesweite Wettbewerbsfähigkeit.

FUNKE MEDIEN THÜRINGEN - REDAKTEUR ELMAR OTTO
Elmar Otto über ein Bündel an Maßnahmen© Sascha Fromm

Doch nun ist Tischner selbst Bildungsminister. Und es zeigt sich, dass der gewünschte Effekt bislang kaum messbar ist. Mehr Geld allein wird nicht reichen, um junge Lehrer anzulocken. Ein Bündel von Maßnahmen ist nötig. Dazu gehören schnellere und unkompliziertere Einstellungen.

Aktuelle Nachrichten aus Thüringen

Das persönliche Angebot an Lehramtsstudierende, die bei einem erfolgreichen Abschluss ein Übernahmeangebot in Thüringen erhalten können, ist ein richtiger Schritt. Aber auch eben nur ein Baustein. Der Rückgang der Schülerzahlen könnte perspektivisch Druck aus dem Kessel nehmen. Doch bis es so weit ist, muss der CDU-Minister liefern.