Eichsfeld. Eichsfelder Schüler erhalten den 1. Preis im Landeswettbewerb „Demokratie & Schule“. Unter dem Motto „Gedenken braucht Wissen“ stellen sie in Heiligenstadt Info-Tafeln auf.

Für ihr Projekt „Gedenken braucht Wissen“ sind die Schüler der Staatlichen Berufsbildenden Schule (SBBS) Eichsfeld in Leinefelde und des St. Elisabeth-Gymnasiums in Heiligenstadt jetzt mit dem ersten Preis des LandeswettbewerbsDemokratien & Schule“, der unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport steht, ausgezeichnet worden.

Zwei Jahre lang hatten sie sich auf Initiative des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge hin mit den Biografien sowie der Entstehungsgeschichte von Kriegsgräberstätten in Heiligenstadt beschäftigt. Die gesammelten Informationen und Rechercheergebnisse wurden auf Informationstafeln und Stehlen an den Kriegsgräberstätten im Kurpark, dem sowjetischen Ehrenfriedhof und dem jüdischen Friedhof aufgestellt und anlässlich der zentralen Gedenkfeier des Freistaates Thüringen am Volkstrauertag im vergangenen November feierlich eingeweiht.

Eine Recherche zur Entwicklung des jüdischen Lebens in Heiligenstadt am Beispiel der Familie Loewenthal, der Workshop zum Thema „Demokratie heute“ in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt und ein gemeinsamer Ausflug in das Grenz-und Übergangslager Friedland rundeten das Projekt ab.

„Langer Atem zahlt sich aus“, freute sich die Schulleiterin der SBBS Eichsfeld, Petra Stubenitzky, die den Preis vergangene Woche in Erfurt gemeinsam mit Projektleiter Volker Zieger, Felix Morell und Leon Henne aus den Händen von Bildungsminister Helmut Holter (Linke) entgegennahm. „Im Verlauf des Projektes haben sich die Schüler durch persönliches Engagement umfangreiches Wissen angeeignet, mit dem ein Gedenken an die Vergangenheit und demokratisches Handeln in Zukunft möglich ist.“

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