Eichsfeld. Der Chor einer Eichsfelder Regelschule setzt eine Frühjahrstradition fort. Dabei gibt es einiges zu sehen und zu hören.

„Der Lenz kommt jetzt mit vollem Schwung, sein Frühlingsfest wird prächtig“, lautete das Motto, unter dem der Chor der Regelschule Niederorschel sein traditionelles Frühlingskonzert gestaltete.

So bunt wie sich der Frühling zeigt, präsentierten die Jugendlichen ein Programm mit frischen Frühlingsliedern, aber auch mit Songs aus Rock und Pop. „Wegen Überfüllung geschlossen“, musste die Chorleiterin schon lange vor Beginn des Konzertes feststellen, denn bis auf den letzten Stehplatz war die Mehrzweckhalle der Schule gefüllt.

Zum Auftakt sang der Chor den Kanon „Hey, lasst uns singen“ und kündigte somit an, welche Freude die Regelschüler am Musizieren, Tanzen und Schauspielern haben. Der Spaß an der Musik war den Akteuren während des eineinhalbstündigen Programmes anzusehen. Zu einem bunten Frühlingsstrauß gehören aber an der Europaschule immer Instrumentalisten.

Ob mit Akkordeon, Klavier, Querflöte oder Bratsche brachten die Solisten durch ihre anspruchsvollen Musikstücke frischen Wind in die Schule. Giftige Gespräche über Taranteln lieferten sich die Theatergruppen der 6. Klassen und zeigten mit so mancher Spitze ihre Geschwisterliebe. Aber auch knifflige Aufgaben lösten die pfiffigen Sechser mit einem „Rattenrätsel“, indem sie den Unterschied zwischen Ratten und Raten erklärten und das Publikum herzhaft zum Lachen brachten.

Die Theatergruppe der Klasse 7 präsentierte ihren Rap „Was ich anziehen soll
Die Theatergruppe der Klasse 7 präsentierte ihren Rap „Was ich anziehen soll". © Peter Berend

Als echte Mimen entpuppten sich die Schüler des Kurses „Darstellen und Gestalten“ der 8. und 10. Klasse. Wegen einer „Geigenhalskontaktallergie“ wurde der talentierte Wolfgang Amadeus, gespielt von Patrick Nawrath, behandelt, wobei alle Schauspieler zu Höchstform aufliefen.

Aber nicht nur schauspielerische Talente hatte die Regelschule zu bieten. Mali Winterlich verzauberte mit ihrer Stimme das Publikum. Turbulent wurde es mit der Solistengruppe der 7. Klassen. Die Teenager wussten wieder nicht, was sie zum Auftritt anziehen sollten und hinterließen mit einem Rap die Bühne völlig chaotisch. Die Siebtklässler überzeugten aber ebenso mit dem Theaterstück und waren ganz in ihrem Element, wenn sie mit selbstgebauten „Bländys“ den Handy-Nutzungs-Wahn von Jugendlichen kritisierten.

Und so sang der Chor voller Stolz „An Tagen wie diesen wünsch’ ich mir Unendlichkeit“ und stellte zum wiederholten Male das vielfältige künstlerische Engagement der Regelschüler unter Beweis. Mit „Save your tears“ klang ein lustiger und unterhaltsamer Abend aus.

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