DFB-Pokal-Viertelfinale mit Reibung: FF USV Jena trifft auf den SC Sand

Jena  Im DFB-Pokal-Viertelfinale trifft morgen der FF USV Jena auf den SC Sand. Nach der Schlappe im Ligaspiel gegen den Tabellenletzten Köln könnte das Spiel zu einer Zitterpartie werden. USV-Spielerin Dolores Da Silva über die Gäste aus Willstätt.

Der FF USV Jena gegen den 1. FC Köln bei der 0:2-Heimniederlage: hier gewinnt Kölns Lena Schrum im Kopfballduell mit Annalena Breitenbach. Archivfoto: Peter Poser

Der FF USV Jena gegen den 1. FC Köln bei der 0:2-Heimniederlage: hier gewinnt Kölns Lena Schrum im Kopfballduell mit Annalena Breitenbach. Archivfoto: Peter Poser

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Wo die Fußballmühlen im K.o.-System mahlen, da zerfällt der DFB-Pokaltraum für eine Mannschaft am Ende zu Staub. Für den angeschlagenen Jenaer Verein verheißt das Spiel des SC Sand im Paradies vor allem eines: harte Arbeit.

Zwei Plätze trennen Sand und Jena in der Bundesliga. Mit 11 Toren wirkt deren bisherige Torausbeute der der Jenaerinnen mit 9 Toren ähnlich. Doch die Null steht bei den Gästen aus Willstädt deutlich länger (8 Saison-Gegentore), als bei den USV-Damen (22 Gegentore) – der ­wunde Punkt.

USV will Korrektur des Sonntagsspiels zeigen

Jenas ­Defensive wird es sich nicht erneut leisten können, zum Anpfiff gedanklich noch in der Kabine zu sitzen, wie beim frühen ­0:2-Rückstand gegen das Tabellenschlusslicht Köln am vergangenen Sonntag.

Jena müsse zeigen, wie die Korrektur dieser Nieder­lage aussehe, meint Rechtsverteidigerin Dolores Da Silva. Und gegen Sand ist Strategie gefragt. Die portugiesische Nationalspielerin hat in der vergangenem Saison beim MSV Duisburg Erfahrungen gegen Sand sammeln können und hat auch deren Kader beobachtet: gefährlich könnten zwei neue Offensivspielerinnen werden.

„Doch auch wir haben Potenzial in unser Mannschaft“, sagt Da Silva. Vieles könne durch den schlechten Saisonstart erklärt werden. Dem gegenüber stehe ein guter Saisonstart der Gäste. In zwei DFB-Pokalrunden stieß Jena bereits auf Sand: 2009 kassierte Jena ein 0:5, im Jahre 2013 steckte der USV eine 0:2-Niederlage ein. Doch von Statistik und Prognosen bleibt Da Silva unbeeindruckt: ­„Jede Saison, aber auch jedes Spiel ist anders. Wir werden eine Strategie finden, damit der SC Sand keine Tore erzielen wird.“

Ob USV-Trainer Daniel Kraus wohl seine Jenaerinnen wieder träge und ohne Überblick über das Feld laufend sehen wird? Mental ist sein Weckruf zumindest bei Da Silva angekommen: „Ich will ein vernünftiges Spiel machen und wir wollen wieder als eine Mannschaft auf dem Platz stehen und kämpfen – und wenn etwas nicht stimmt, uns gegenseitig anfeuern. Wir hatten einen schlechten Tag erwischt, doch es ist wichtig, jetzt den Kopf hochzuhalten. Es bringt nichts, wenn wir jetzt an uns Zweifeln.“ Das ist besonders wichtig: denn unabhängig davon, wie dieses Spiel ausgehen wird, steht am Sonntag der USV dem SC Sand dann erneut, diesmal im Ligaspiel gegenüber.

Wird Sand vielleicht zum Schleifpapier, das den USV ­wieder glatt poliert?

DFB-Pokal-Viertelfinale, FF USV Jena gegen SC Sand, heute, 13 Uhr, im Stadion

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