Was Ex-Spieler Dennis Slamar über den FC Carl Zeiss Jena sagt

Großaspach.  Dennis Slamar ist im Sommer vom FC Carl Zeiss Jena zu dessen nächstem Gegner Sonnenhof Großaspach gewechselt. Im Interview blickt er aufs Spiel und seinen Abgang in Jena zurück.

Dennis Slamar (rechts), hier im Jenaer Trikot gegen Unterhachings Stephan Hain, spielte von 2016 bis 2019 für den FC Carl Zeiss Jena.

Dennis Slamar (rechts), hier im Jenaer Trikot gegen Unterhachings Stephan Hain, spielte von 2016 bis 2019 für den FC Carl Zeiss Jena.

Foto: Tino Zippel

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Dennis Slamar (25) spielte vorige Saison für den FC Carl Zeiss Jena und träumte von einem Angebot aus der zweiten Bundesliga. Letztlich kam er beim Jenaer Ligakonkurrenten SG Sonnenhof Großaspach unter, für den er bislang sieben Punktspiele absolvierte. Am Sonntag um 13 Uhr empfängt er mit seinem Team seinen Ex-Verein – vorab haben wir ihn interviewt.

Beide Mannschaften stehen im Tabellenkeller. Ist es für Sie eine besondere Partie?

Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere. Der Unterschied ist, dass ich vielleicht ein paar mehr Spieler kenne. Aber so viele sind ja im Sommer nicht geblieben.

Schöpfen Sie besondere Motivation daraus, dass Sie im Sommer keinen neuen Vertrag in Jena erhalten haben?

Dass ich weggeschickt worden bin, wäre eine Lüge.

Wie war es?

Jena hatte mir vor der Winterpause eine Vertragsverlängerung angeboten. Da wollte ich noch nicht darauf eingehen. Dann kam der Trainerwechsel. Es hat einfach nicht gepasst, deshalb sind wir getrennte Wege gegangen. Zwischen mir, dem Vorstand und der Mannschaft gab es kein Problem. Der heutige Co-Trainer René Klingbeil war mein Mitspieler. Ich freue mich, ihn wiederzusehen. Nichtsdestotrotz bleiben die Punkte bei uns.

Großaspach ist noch kleiner als Jena. Fühlen Sie sich als Kind der Großstadt Berlin in Baden-Württemberg wohl?

Eine Umstellung war es schon, weil ich nicht mehr so oft Berlin besuchen kann. In Jena ergab sich ab und an die Möglichkeit, nach Hause zu fahren. Nun sind es 600 Kilometer, so dass ich meine Eltern und Freunde nicht mehr so oft sehen kann. Meine Eltern stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien, haben auf dem Dorf gelebt. Deshalb kenne ich das Landleben und wie es ist, nicht so viel um die Ecke zu haben. Aber zur Not bin ich in einer halben Stunde in Stuttgart.

Diese Saison haben Sie zunächst nicht gespielt, dann kamen Sie zuletzt regelmäßig zum Einsatz, zuletzt wieder nicht. Woran liegt es?

Da müssen Sie den Trainer fragen, nicht mich. Er entscheidet über die Aufstellung und weiß, wenn er mich braucht, bin ich auf jeden Fall da.

Großaspach steht mit 16 Punkten fünf Zähler hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz. Gegen Jena dürfte nur ein Sieg zählen?

Wir wollen und müssen siegen, um am rettenden Ufer dran zu bleiben.

Drei von vier Spielen beider Clubs gegeneinander endeten 0:0.

Ich hoffe, dass diesmal die 1 bei uns steht und bei Jena die 0. Aber auch ein 5:4 nehme ich gern mit.

Jena ist noch weiter abgeschlagen. Das sollte doch hoffnungslos sein?

Das würde ich nicht sagen. Vorige Saison haben wir auch einen großen Rückstand – es waren zwar keine zwölf Punkte – aufgeholt. In der dritten Liga ist vieles möglich. Zwickau ist auch schon einmal vom letzten Platz durch eine Siegesserie in der Rückrunde nach vorn gestürmt und hat die Klasse gehalten.

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