„Wir wollten einen Pool bauen und haben uns gefragt, warum eigentlich nicht aus Holz“, erinnert sich Andreas Gwinner an die ersten Überlegungen. Diese in die Tat umzusetzen, brauchte allerdings Zeit.
Gut ein Jahr lang habe man – parallel zur eigentlichen Arbeit – geplant, getüftelt und immer wieder ausprobiert, berichtet der Zimmerermeister aus Utenbach bei Apolda im Weimarer Land. Er führt den im Jahr 1986 gegründeten Familienbetrieb in zweiter Generation, sein Vater, der Gründer des Unternehmens, hilft stundenweise noch mit.
Im Jahr 2014 hat Andreas Gwinner die Firma übernommen, nachdem er zuvor den Meisterbrief entgegennehmen konnte. Klassische Zimmererarbeiten vom Treppenbau bis zu Dachdeckerleistungen gehören zum Standardprogramm der Firma. Der Holzpool sei dagegen derzeit noch ein Nischenprodukt, räumt Gwinner ein.
Musterexemplar steht am Firmensitz
Bei entsprechender Nachfrage kann er sich aber auch Neueinstellungen vorstellen, so der Zimmerermeister. Der Musterpool für alle Interessenten steht am Firmensitz. Das Holz für die Pools – Fichte, Lärche und Kiefer – bezieht Gwinner von Anbietern aus Thüringen, unter anderem aus dem Kyffhäuserkreis und dem Saale-Holzland-Kreis.
Betrieben wird der Pool, wie herkömmliche auch, mit Chlor und Salz-Elektrolyse, dafür hat man sich Partner gesucht. Der zeichnet für die Filteranlage und die Luftwärmepumpe verantwortlich. Das Becken, egal ob als Kleinstvariante oder mit Ausmaßen von zehn mal sechzehn Metern, wird digital konstruiert, in der Firma vorgefertigt und in Segmenten zum Kunden transportiert.
Montage und Inbetriebnahme beim Kunden
„Dort übernehmen wir den Aufbau und die Montage inclusive aller Zusatzeinrichtungen zum kompletten Betrieb des Beckens“, so Gwinner. Natürlich sei der Holzpool deutlich nachhaltiger als ein Becken mit Beton und Folie. Zudem kann das Wasser auch im Winter im Holzpool bleiben. „Selbst wenn es gefriert, schadet dies dem Becken nicht“, versichert der Unternehmer. Dafür habe man bereits bei der Konstruktion die speziellen Eigenschaften des Holzes, wie quellen und schwinden, berücksichtigt.
Gefertigt werden die Pools entsprechend den Wünschen des jeweiligen Kunden, gemeinsam ist ihnen allerdings der Einsatz natürlicher und nachhaltiger Rohstoffe sowie eine hohe Energieeffizienz, erklärt der Unternehmer. Er hat sich den Holzpool inzwischen als Gebrauchsmuster beim Deutschen Patenamt schützen lassen. Verständlich, wenn man berücksichtigt, dass von der ersten Idee, bis zur Inbetriebnahme des Musterpools immerhin vier Jahre Arbeit in dieses Projekt gesteckt wurden.



