Am 23. Februar ist die vorgezogene Bundestagswahl. Unsere Redaktion stellt die Direktkandidatin und Direktkandidaten für den Wahlkreis 190 in der Reihenfolge vor, in der sie auf den Stimmzetteln stehen. Der Wahlkreis umfasst neben dem Landkreis Sömmerda auch Jena und Teile des Weimarer Lands.

Was können Sie im Bundestag für Ihren Wahlkreis erreichen?

Als Bundestagskandidat der CDU für den Wahlkreis 190 setze ich mich gezielt für die Weiterentwicklung unserer Region ein.

Für Jena ist es mir besonders wichtig, dass geprüft wird, ob die Stadt eine direkte ICE-Anbindung erhalten kann. Dies würde die Mobilität verbessern und Jena als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weiter stärken. Hierzu soll der ländliche Raum an die Stadt Jena besser angebunden werden und die Pfefferminzbahn bis Jena fahren. Mit Fördermittel möchte ich helfen, dass die Innenstadt von Jena weiterentwickelt wird und bezahlbarer Wohnraum entsteht.

Für Apolda setze ich mich für eine bessere Finanzierung der Krankenhäuser ein. Die aktuellen Krankenhauspläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bedrohen die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Ich werde mich dafür einsetzen, diese Pläne zu überarbeiten, damit die medizinische Versorgung in unserer Region zukunftssicher bleibt und der Landkreis Weimar Land sein Krankenhaus mit der kompletten Daseinsvorsorge behält.

Für Sömmerda möchte ich mich dafür einsetzen, dass das Feuerwehrtechnische Zentrum im Landkreis gebaut wird. Damit verbessern wir die Ausbildungsmöglichkeiten und die Ausstattung der Feuerwehren im ländlichen Raum und stärken den Brand- und Katastrophenschutz nachhaltig. Weiterhin ist beim Ausbau von Windkraft der Ausbau an den Bedarf anzupassen und die Flächenziele aus der ideologischen Energiepolitik zu streichen. 

Darüber hinaus ist mir der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort ein besonderes Anliegen. Dabei geht es vor allem um die Reduzierung der Energiepreise und den Abbau von Bürokratie, um Unternehmen und Mittelstand zu entlasten und Arbeitsplätze zu sichern.

Was ist das größte Problem in Ihrem Wahlkreis, und wie wollen Sie es lösen?

Ein zentrales Anliegen in unserem Wahlkreis ist die Stärkung der regionalen Wirtschaft und die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze. Ich setze mich dafür ein, dass Förderprogramme gezielter eingesetzt werden. Die Mittel müssen schneller und mit weniger Bürokratie vergeben werden. Weiterhin muss mehr Geschwindigkeit in den Ausbau der digitalen Infrastruktur und somit attraktive Bedingungen für Investitionen zu schaffen. Die Förderung von Bildung ist ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen eine gemeinsame Anstrengung von Bund, Land und Kommunen. Hierbei muss den Städten und Gemeinden mehr Verantwortung und finanzielle Mittel für die Lösung der Probleme vor Ort zur Verfügung gestellt werden.

Sind Sie schon mal von einem ausländischen Arzt behandelt worden, und waren Sie an seiner Herkunft interessiert?

Ja, ich wurde bereits von einem Arzt mit Migrationshintergrund behandelt. Für mich steht die fachliche Kompetenz im Vordergrund, unabhängig von der Herkunft, dies gilt über alle Bereiche hinweg. Wir brauchen für die Lösung unserer Herausforderungen Menschen, die anpacken und machen, unabhängig von ihrer Herkunft. 

Welchen Handwerker haben Sie zuletzt benötigt, und wie schnell ist er gekommen?

Ich habe im letzten Jahr eine Immobilie saniert und einige Handwerker benötigt. Die terminlichen Vereinbarungen sind eingehalten worden. Eine zentrale Aufgabe ist es den Arbeitern von morgen zu vermitteln, dass das Handwerk auch der goldene Boden von morgen ist und sie für eine Ausbildung zu begeistern.

Haben Sie einen Lieblingsort in der Region?

Ich bin gerne auf den Radwegen in unserer Region unterwegs und war auch schon mit dem Rad im gesamten Wahlkreis. Ich liebe die Ruhe und die Weite unserer ländlichen Region mit ihren vielfältigen Sehenswürdigkeiten.

Wie oft nutzen Sie Bus und Bahn, und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Ich nutze Bus und Bahn eher selten. Ein Grund sind die teilweisen schlechten und unattraktiven Verbindungen. Ich bin ein Fan des Deutschlandtickets und ich setzte mich dafür ein, dass dieses fortgesetzt wird und der Nahverkehr sich im ländlichen Raum verbessert. Ich möchte, dass die Pfefferminzbahn von Straußfurt bis nach Jena fährt und ich in Jena in einen ICE umsteigen kann.

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