Zur Bundestagswahl am kommenden Sonntag, dem 23. Februar, tritt Anatole Braungart im Wahlkreis 190 als Direktkandidat für die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) an. Der Wahlkreis umfasst Jena, den Landkreis Sömmerda sowie – mit Ausnahme der Landgemeinde Grammetal – den Kreis Weimarer Land. Wir stellen die Direktkandidatinnen und -kandidaten nach der Reihenfolge ihrer Namen auf den Stimmzetteln vor.
Was können Sie im Bundestag für Ihren Wahlkreis erreichen?
Ich trete unter der Hauptlosung an: „Make socialism great again“. Der Faschist Donald Trump und sein Gruselkabinett darf nicht die Blaupause für Deutschland werden! Die Regierung ist gescheitert, weil der Kapitalismus nicht mehr funktioniert. Hohe Mieten, Bildungskrise, Waffenlieferungen und Hochrüstung, hohe Preise und stagnierende Löhne, Umweltschutz nur, wenn es die kleinen Leute bezahlen und, und, und ... eine endlose Liste. So kann es nicht weiter gehen. Aber es muss nach vorne gehen. Deshalb sagen wir jedem, der immer noch meint, mit der AfD Protest ausdrücken zu können: „Wer AfD wählt, wählt Faschismus“. Ich werde aus dem Deutschen Bundestag heraus für ein breites antifaschistisches Bündnis und ein Verbot der AfD eintreten. Die grundsätzliche Alternative zu Umweltkatastrophe, Krisen, Weltkriegsgefahr und Faschismus ist eine Gesellschaft in der nicht der Profit, sondern Mensch und Natur im Mittelpunkt steht. Das ist der echte Sozialismus.
Was ist das größte Problem in Ihrem Wahlkreis, und wie wollen Sie es lösen?
Fehlende Wohnungen und hohen Mieten sind ein Riesenproblem. Die großen Wohnungsgesellschaften versprechen sich vom Wohnungsbau nichts und treiben die Mietpreise in die Höhe. Wir brauchen einen Mietendeckel. Die Kinderzahlen gehen zurück. Statt den Personalschlüssel weiter zu verbessern, werden in Jena Kitas geschlossen – was für ein Irrsinn. 2,90 Euro für einen Einzelfahrschein im Nahverkehr ist viel zu teuer. Es gibt eine ganze Reihe von Problemen, die im Wahlkreis angegangen werden müssen.
Sind Sie schon mal von einem ausländischen Arzt behandelt worden, und waren Sie an seiner Herkunft interessiert?
Natürlich wurde ich schon von Ärzten behandelt, die nicht in Deutschland geboren wurden. Man muss die Menschen danach beurteilen, was Sie tun und nicht nach ihrem Herkunftsland.
Welchen Handwerker haben Sie zuletzt benötigt, und wie schnell ist er gekommen (haben Sie einen Termin bekommen)?
Als Arbeiter löse ich das Meiste selbst. Es ist Jahre her, dass ich mal einen Klempner brauchte. Damals waren die Wartezeiten noch nicht so lang wie heute.
Haben Sie einen Lieblingsort in der Region?
Ich liebe die Saale-Horizontale entlang der Kernberge und den Thüringer Wald.
Wie oft nutzen Sie Bus und Bahn, und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Da ich zu meiner Arbeitsstelle laufen kann, lohnt sich ein Monatsticket für den ÖPNV nicht.
Die Direktkandidaten im Bundestagswahlkreis 190
Stefan Schröder (AfD): „Ausbau des Nahverkehrs ist dringend notwendig“
Holger Becker (SPD): Demografischer Wandel ist die größte Herausforderung
Hendrik Blose (CDU): Zentrales Anliegen ist die Stärkung der regionalen Wirtschaft
Ralph Lenkert (Linke): Hochwasserschutz an Saale, Ilm und Unstrut verbessern
Tim Wagner (FDP): Wir brauchen den Zuzug junger Menschen
Heiko Knopf (Bündnis 90/Die Grünen): Ostdeutsche Perspektive wird zu wenig beachtet
Corina Engelhardt (Freie Wähler): Per WhatsApp mehr Sauberkeit in Bahnhöfen
Direktkandidat der MLPD im Wahlkreis 190 fordert: „Make socialism great again“
Luca Saß (BSW): prekäre Lage kleiner Firmen endlich ernst nehmen


