Der Winter ist nicht nur die Zeit, um sich selbst in Bücher zu vertiefen. In den kommenden Wochen sind in Weimar auch einige spannende Lesungen zu erleben. Diese Autorinnen und Autoren kommen demnächst mit ihren Büchern nach Weimar.

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Erst im Dezember wählte sich Heinz Strunk Erfurt für seine Buchpremiere von „Zauberberg 2“. Nun kommt er erneut nach Thüringen und zeigt, dass Thomas Manns Monumentalwerk durchaus eine Fortsetzung verträgt. Dabei geht es diesmal nicht um Hans Castorp, der sich in ein Schweizer Sanatorium zurückzieht, sondern Jonas Heidbrink, der eine Klinik im mecklenburg-vorpommerischen Flachland aufsucht. Das Lungenleiden wird gegen eine Depression getauscht, doch in der Klinik finden sich ähnlich illustre Figuren wieder, die nie zu gesunden scheinen. Ob es Jonas Heidbrink gesund aus der Klinik schafft, verrät Heinz Strunk bei seiner Lesung am 26. Januar im Mon Ami.

Buchcover Heinz Strunk, Zauberberg 2
„Zauberberg 2“ ist nicht zufällig 100 Jahre nach Thomas Manns Klassiker „Zauberberg“ erschienen.© Rowohlt | Rowohlt

Am Abend zuvor gibt sich ein Thüringer Metal-Pionier die Ehre: Vicki Vomit liest am 24. Januar im Mon Ami aus seiner Autobiografie „Mein Klampf“. In diesem „Roman einer Jugend“ gibt Jens Hellmann, wie Vomit bürgerlich heißt, Einblicke in die lokale Heavy-Metal-Szene ab den Achtzigerjahren und lässt dabei seinen altbekannten, beißenden Humor nicht vermissen. Unter anderem bekommen die Toten Hosen ihr Fett weg.

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In die regionale Geschichte, wenngleich auf eine ganz andere Art, taucht auch Landolf Scherzer ein. In „Die Kämpfs. Eine Thüringer Familiengeschichte oder die große Kraft der kleinen Leute“ erzählt er von 125 Jahren Alltag einer Schneiderfamilie. Die Erinnerungen werden unterbrochen von Zwischentexten, in denen unbekannte und bekannte Zeitgefährten auf die Frage antworten, was für sie „kleine Leute“ sind. Zu Wort kommen Rentner und Studenten, eine Bestatterin und ein Fäkalienfahrer, aber auch Enthüllungsjournalist Günter Wallraff und Theaterregisseur Steffen Mensching. Jens-Fietje Dwars moderiert die Lesung am 23. Januar in der Literaturetage.

Anke Engelmann stellt am 29. Januar in der Literaturetage „Eva träumt nicht mehr“ vor, eine Sammlung von Texten, die in ihrer Schreibwerkstatt neun Thüringer Autorinnen und Autoren entstanden ist. Da geht es unter anderem um einen Drehstuhl namens Svindelik, einen tyrannischen Toilettenmann, zwei Kastanien als Shooting-Stars, einen Saugroboter und eine mutige Frau im Schwimmbad.

Neue Kolumnen mit schlüpfrigem Inhalt

Stefan Schwarz wurde mit Kolumnen über das Familienleben bekannt, bis er mit Mitte 50 an Krebs erkrankte und darüber das tiefgreifende Buch „Bis ins Mark“ schrieb. Mit „Umsonst Epilierte aller Länder, vereinigt Euch!“ kehrt er zu seinen humorigen Beobachtungen zurück, die erotische Episoden und Eskapaden beschreiben. Zu erleben sind diese am 11. Februar im Mon Ami.

[.≠. Frühlingslese 2025]
Stefan Schwarz kehrt mit seinem aktuellen Buch zum Kolumnenstil zurück.© [.≠. Verein Erfurter Herbstlese] | [.≠. Verein Erfurter Herbstlese]

Fans der Vorabendserie „Die Rosenheim-Cops“ kommen am 1. und 2. März im Hotel Elephant auf ihre Kosten: Marisa Burger, die im TV die Sekretärin Miriam Stockl verkörpert, bringt mit Martin Halmich eine musikalische Lesung auf die Bühne. In „Vergiss nie, wie dein Herz am Anfang war“ schreibt sie über den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Für gehörte dazu, New Wave und Punk zu hören, der konservativen Heimat zu entfliehen, eine Karriere als Künstlerin zu beginnen und jung Mutter zu werden.

Noch mehr Kultur aus der Kulturstadt