Zum Beitrag „Muffelwild durch Wolf und Luchs regulieren“ vom 10. Februar:
Der freie, naturnahe Lebensraum des Wildes wird in unserer erheblich zersiedelten Kulturlandschaft immer enger. Dem Wild verbleiben nur noch die Wald- und Feldflächen zwischen den Siedlungen. Wenn man Artenschutz betreibt, ist es nicht angemessen und zeitgemäß, diesen zum Vorteil einer und zum Nachteil einer anderen Art zu vertreten und zu ideologisieren. Muffelwild ist als „Heimische Art“ in Deutschland durch den Naturschutzbund anerkannt. Naturschutz ist allumfassend und nicht auf eine gelobhudelte Spezies (den Wolf) zu dimmen. Was die Bildung von lokal auftretenden Großrudeln beim Muffelwild angeht, sind jagdliche und auch von Wirtschaftlichkeit getragene Fehler einzelner Jagdausübender gemacht worden. Auch die Anwesenheit von Wolf und Luchs trug dazu bei.
Muffelwild-Bestand in Thüringen soll kontrolliert reduziert werden
Mit der Hilfe der vielseitig aufgestellten jagdlichen Behörden in Thüringen wird es doch möglich sein, einen lokal begrenzten, zu hohen Muffelwildbestand in seiner Fehlentwicklung mit nicht tolerierbarer Wildschadenverursachung auf einen gesunden Wildstand ohne Totalabschuss (Artvernichtung) kontrolliert einzupegeln. Wir jagen in der modernen Kulturlandschaft mit dem Wolf – und nicht der Wolf für uns. Das herrenlose Wild, insbesondere das Schalenwild, soll von der jagdlichen Zunft nachhaltig genutzt und als hochwertiges Lebensmittel dem Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Das ist eine hehre Grundvoraussetzung für die Jagdausübung in der Moderne.
Udo Egerer, Weimar
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Zum Beitrag: „CDU stellt Geschlossenheit zur Schau“ vom 19. Februar:
Die Stimmung war gut. Allerdings gab es nur Anhänger der CDU und damit war die volle Zustimmung vorprogrammiert. Es blieb leider auch hier nur bei vagen Willenserklärungen. Auch ist es einfach, auf die Vorgängerregierung zu schimpfen. Es käme darauf an, es besser zu machen. Leider ist das nicht zu erkennen. Kein erkennbarer Bürokratieabbau, Aufblähen der Regierungsposten und Verwaltung, keine nennenswerten Reformen. Einzig und allein bleibt eine mehr oder weniger sinnhafte Abschiebehaft. Allerdings darf man auch hier nicht näher hinsehen. Bei jährlichen Kosten von etwa 3,4 Millionen Euro und einer Abschiebezahl von vielleicht 100 Personen jährlich wäre es doch wirtschaftlicher, ihnen Grundsicherung zu zahlen und auf diesen ganzen Firlefanz zu verzichten. Nur mit heißer Luft bringt man Thüringen nicht voran.
Andreas Schmidt, Mellingen
Weitere Lesermeinungen
Zum Beitrag „Tunnel offen – Winterdienst fraglich: Verdi ruft in Thüringen zum Arbeitskampf bei der Autobahngesellschaft des Bundes auf“ vom 18. Februar:
Seit Wochen stänkert Verdi und ruft zum Arbeitskampf. Es soll um bessere Bezahlung gehen, so weit, so gut. Aber nur wer überhaupt einen Arbeitsplatz hat, kann Forderungen nach besserer Bezahlung stellen. Seit drei Jahren stagniert die Wirtschaft in Deutschland, die Zahl der Arbeitslosen steigt. Inklusive der Geflüchteten erhalten inzwischen über fünf Millionen Menschen Bürgergeld – aus Steuermitteln. Die Inflation steigt, Energiekosten schießen in die Höhe. Die Gasspeicher in Deutschland sind nur noch zu 22 Prozent gefüllt, im Vorjahr waren es 76 Prozent. Die Regierenden vergessen ihre Vorsorgepflicht gegenüber den Bürgern. Ein Gasmarkt-Experte befürchtet regionale Engpässe und die Abschaltung von Industriekunden. Und Verdi streikt für höhere Löhne, welch ein Hohn!
Maria Neumann, Erfurt
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Zum Beitrag „Hilfsorganisationen in Gaza: Lizenzentzug bedroht Hilfe für Kinder“ vom 16. Februar:
Die Situation der Menschen im Gazastreifen ist verheerend. Not und Zerstörung sind allgegenwärtig. Mit einem multikulturellen Team aus Arabern, Israelis, Drusen, Christen und Muslimen hat die in Gießen beheimatete NGO GAiN, die ich persönlich kenne, einen autorisierten Zugang in den Gazastreifen erhalten. Neben der praktischen Hilfe soll damit auch das Zeichen gesetzt werden, dass Annäherung - über religiöse und politische Grenzen hinweg - möglich ist. Nur gemeinsam kann es gelingen, die Not im Gazastreifen zu lindern und Pfade der Versöhnung einzuschlagen.

Zurzeit verlieren Hilfsorganisationen ihre Genehmigung zur Arbeit im Gazastreifen, weil sie sich nicht bereit erklären, ihre Mitarbeiter bezüglich der Zusammenarbeit mit der Hamas überprüfen zu lassen. Wenn wirklich Hilfe bei den Bedürftigen ankommen soll, dann ist eine Zusammenarbeit mit den erklärten Feinden Israels ausgeschlossen. Nur über Israel verläuft die Versorgung der Menschen dort, es ist nachvollziehbar, wenn Personen, die mit den erklärten Feinden Israels zusammenarbeiten, keine weitere Unterstützung erhalten und die Lizenzen entzogen werden.
Joachim Becker, Werther
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