Zum Thema Olympia:
Wenn man den erhofften Medaillenspiegel vor Olympia mit dem aktuellen Stand vergleicht, fällt die große Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität auf. Dafür gibt es viele Gründe, die Sportler, Trainer und auch Funktionäre kennen und auswerten müssen. Einer dieser Gründe wird am Beispiel des jungen Eisschnelläufers Finn Sonnekalb sichtbar: Ohne auf seine Gesundheit Rücksicht zu nehmen (er soll ja nach der Eröffnungsfeier mit fiebrigem Infekt bettlägerig gewesen sein), wird er kurz darauf in das 1000-Meter-Rennen geschickt, Ergebnis: Platz 12 und die Aussage, dass er nicht voll bei Kräften gewesen sei. Nun stand er zum 1500-Meter-Lauf bereit und belegte Platz 13, weit von seiner Bestzeit entfernt. Wieder der Hinweis auf seine vorhergehende Erkrankung. Ist die medizinische Abteilung unserer Sportler nicht zum Schutz der Aktiven da? Oder zählt der Erfolg mehr? Zuvor wurde Finn Sonnekalb ja schon als Medaillenkandidat gehandelt. Er steht am Anfang einer hoffentlich langen und erfolgreichen Sportler-Laufbahn. Aber nur, wenn auf seine Gesundheit geachtet wird.
Michael Seever, Arnstadt
Ebenfalls zum Thema Olympia:
Die Olympischen Spiele sollten mal ein Fest des Friedens, der Völkerverständigung und der Völkerfreundschaft sein. Sie sind verkommen zu einer Veranstaltung für Gewinn und Machtdemonstration (Stichwort Sanktionen), zu einer Sportveranstaltung wie jede andere auch. Kann man nebenbei schauen.
Harry Wenk, Erfurt
Weitere Lesermeinungen
Zum Beitrag „Das Geheimnis einer guten Ehe“ vom 14. Februar:
Ich kann Menschen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, um ein Leben im Luxus führen zu können, und keinerlei Beeinträchtigungen durch Kinder wünschen, nur bedauern. Sie wissen nicht, was sie versäumen, wie schön es ist, Kinder aufzuziehen, sie ins Leben zu begleiten. So gesehen ist mir unverständlich, warum eine solche, von Egoismus geprägte, Lebenseinstellung so viel Raum bekommt. Sollen sich andere Paare möglichst angesprochen fühlen? Eine Geschichte über eine Familie mit Kindern, die gemeinsam ihr Glück aufgebaut haben, wäre weitaus besser vermittelbar.
Heidrun Münzenmaier, Erfurt
Zum Leitartikel „Der Wunsch ist falsch“ und dem Beitrag „Viele offen für autoritäre Ideen“ vom 20. Februar:
Die jüngst verstorbene CDU-Politikerin Rita Süssmuth hatte dieses Thema früher schon aufgegriffen und erkannt, dass „öffentliche Kontrolle und gegebenenfalls Kritik an Politikern in der Demokratie nicht nur berechtigt, sondern unerlässlich [ist]“ und schlussfolgert daraus: „Demokratie bedeutet auch, sich selbst kritisch zu sehen.“
Diese Einsicht vermissen offensichtlich die im Deutschland-Monitor Befragten bei den derzeitig politischen Verantwortungsträgern, bei denen Versprechungen und Ankündigungen sowie Unstimmigkeiten in den eigenen Reihen und der Koalition an der Tagesordnung sind. Auch hierzu hatte Süssmuth ihre politischen Freunde und Gegner schon früher gewarnt, wenn sie sagte: „Nur die Diktatur ist schneller und einfach; nicht so die Demokratie.“
Parteien bremsen die Demokratie aus
Die aus meiner Sicht erneut unnötige Besetzung einer „Ostbeauftragten“ bestätigt, dass die Demokratie hierzulande mehr und mehr von den Parteien bestimmt und nicht mit den Menschen praktiziert wird. Es hat sich eine Parteiendiktatur entwickelt, die die definierte Demokratie geradezu ausbremst. Die Zahlen als klares Warnsignal sind also primär an die Politiker adressiert.
P. Achim Tettschlag, Erfurt

Zum Beitrag „Bodycams für das Bahnpersonal“ vom 14. Februar:
Bahnmitarbeiter sollen sich sicher fühlen. Können Kameras Sicherheit geben? Nur vermeintlich. Sie kosten Geld, was sich ganz sicher auf die Ticketpreise für Bus und Bahn niederschlagen wird. Man muss Straftaten nicht filmen, sondern verhindern. Das gilt für Bahnmitarbeiter wie für Polizisten und die millionenschweren Überwachungsanlagen auf Straßen und Plätzen. Noch einmal: Straftaten verhindern, nicht filmen!
Maria Neumann, Erfurt
…und zur Kritik der Datenschützer an diesen Plänen:
Ein starkes Zeichen unserer Datenschützer gegen Bodycams für Bahnmitarbeiter, lieber ein paar Kollateralschäden in Kauf nehmen.
Uwe Dahncke, Weimar
Zur Plagiatsaffäre um Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt:
Die TA hatte am 13. August 2020 einen Artikel „Guttenberg ist wieder Doktor“ veröffentlicht. Falls unserem Ministerpräsidenten doch noch der Dr.-Titel entzogen wird, muss er nicht traurig sein. So er des Englischen mächtig ist, bekommt er sicherlich eine zweite Chance an der Universität von Southampton.
Günter Jocksch, Erfurt
Auch interessant
Schreiben Sie uns gern Ihre Meinung
Leserbriefe sind in keinem Fall Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, Texte zu kürzen. Leserbriefe und auch Leserfotos senden Sie bitte per Mail an leserbriefe@thueringer-allgemeine.de unter Angabe des vollständigen Namens, der Anschrift und der Telefonnummer. Veröffentlicht werden davon nur Name und Ort. Leserbriefe sollten die Länge von 1400 Zeichen nicht überschreiten.






