Scholz-Podcast

Marie-Agnes Strack-Zimmermann im Podcast: „Das ist schwach“

Lars Haider
| Lesedauer: 3 Minuten
Scholz vor der UNO: Wir stehen fest an der Seite der Ukraine

Scholz vor der UNO: Wir stehen fest an der Seite der Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat seine erste Rede vor der UN-Generalversammlung für scharfe Kritik an Russland genutzt.

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Berlin  In der Folge des Scholz-Podcasts spricht die FDP-Politikerin Marie-AgnesStrack-Zimmermann über Deutschlands Unterstützung der Ukraine.

Für viele Deutsche hat ist sie die heimliche Verteidigungsministerin: Marie-Agnes Strack-Zimmermann wird für ihre klare An- und Aussagen geschätzt, und die macht sie auch in dieser Folge des Scholz-Updates. „Jetzt wäre der richtige Moment, die Ukraine mit noch mehr Waffen und gepanzerten Fahrzeugen zu unterstützen, weil sie zum ersten Mal seit Beginn des Krieges aus der Defensive herauskommt. Wir sollten der Ukraine das zukommen lassen, was sie benötigt“, sagt die FDP-Politikerin.

Ob dieser Moment schon kriegsentscheidend werden könne, ließe sich derzeit nicht sagen, so Strack-Zimmermann. Sie könne das Argument aber nicht mehr hören, dass man bestimmte Waffensysteme nicht an die Ukraine liefern könne, weil es so lange dauern würde, die Soldaten dort in deren Benutzung zu schulen: „Selbst wenn das ein oder zwei Monate braucht – wer glaubt denn, dass der Krieg dann zu Ende sein wird?“

Und auch die Begründung aus dem Kanzleramt, dass die Verbündeten eine weitergehende Unterstützung der Ukraine gegen Russland nicht wollten, findet die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag „schwach“. Sie sagt: „Wir könnten als Deutschland doch ruhig mal vorangehen und sagen: Liebe Verbündete, wir wären bereit zu weiteren Waffenlieferungen, macht ihr mit? Aber wir warten nur darauf, dass die anderen etwas sagen, und das bedauere ich zutiefst.“

Name Olaf Scholz
Geburtsdatum 14. Juni 1958
Sternzeichen Zwilling
Amt Bundeskanzler
Partei SPD
Parteimitglied seit 1975
Familienstand Verheiratet
Größe 1,70 Meter
Wohnort Berlin/Potsdam

Strack-Zimmermann: „Wir sollten nicht vergessen, dass weiter jeden Tag in der Ukraine Menschen sterben“

Dass nach mehr als 200 Tagen „der eine oder andere in Deutschland müde wird angesichts der schrecklichen Bilder aus der Ukraine“, könne sie genauso verstehen wie die Sorgen vieler Menschen bei uns vor steigenden Energiepreisen und einem Winter, der sehr teuer werden wird, sagt Strack-Zimmermann: „Aber wir sollten nicht vergessen, dass weiter jeden Tag in der Ukraine Menschen sterben, gefoltert, vergewaltigt und verschleppt werden. Das relativiert unsere Sorgen: Wir sind zu Hause, wir können nachts ruhig schlafen, bei uns gibt es keinen Fliegeralarm, unsere Nachbarn werden nicht abgeschlachtet.“