Warum in einem Dorf im Landkreis Nordhausen ein behördliches Eingreifen unabdingbar war und wie es überhaupt zu der Ersatzvornahme kam.

Am Auleber Kirchberg ist ein ehemaliges Wohnhaus abgerissen worden, das schon längere Zeit leer stand. Weichen musste es laut Landkreissprecherin Jessica Piper, weil die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war und die freiliegenden Fundamente aus Bruchsteinmauerwerk wegzubrechen drohten.

„Bei einem unkontrollierten Einsturz drohte die Gefahr, dass das Gebäude auf das Nachbarhaus und die Zuwegung stürzt und damit Menschenleben gefährden könnte“, so Piper. Deshalb habee die Untere Bauaufsichtsbehörde über eine Zeitspanne von drei Jahren den Eigentümer des Gebäudes angeschrieben und auf den schlechten Zustand aufmerksam gemacht, der Eigentümer sei aber der mehrfach ausgesprochenen Sicherungsverfügung nicht nachgekommen.

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„Da sich der bauliche Zustand des Gebäudes in letzter Zeit stark verschlechtert hatte, wurde der Grundstückseigentümer aufgefordert, die Standsicherheit des Gebäudes nachzuweisen. Daraufhin legte der Eigentümer im letzten August das Konzept eines Statikers vor, nach dem das Gebäude nicht mehr standsicher ist und die Kosten einer Sicherung die Abbruchkosten um das Dreifache übersteigen“, führt Piper weiter aus.

Daraufhin erließ die Untere Bauaufsichtsbehörde eine Beseitigungsverfügung. Da der Eigentümer diese im gesetzten Zeitrahmen nicht erfüllt, erfolgte nun der Abbruch im Zuge einer Ersatzvornahme.

Die Kosten der Abbrucharbeiten muss der Grundstückseigentümer tragen.

Wie Kreissprecherin Jessica Piper weiter erklärt, wird die Untere Bauaufsichtsbehörde in diesem Jahr noch weitere Gefahrenquellen, die von einsturzgefährdeten Gebäuden ausgehen, beseitigen.

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