Kunstprojekt an der Defensionskaserne

Erfurt. Zwölf plakative Fotos, großformatig gedruckt auf Leinwand und gespannt zwischen Holzrahmen, zieren die Defensionskaserne auf dem Petersberg.

Fotografin hängt die ersten ihrer 12 Fotos an der Defensionskaserne am Erfurter Petersberg auf . Foto: Susann Fromm

Fotografin hängt die ersten ihrer 12 Fotos an der Defensionskaserne am Erfurter Petersberg auf . Foto: Susann Fromm

Foto: zgt

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Dort, wo bislang nur schnöde Sperrholzplatten das ungenutzte Gebäude vor Einbrechern und Glasbruch schützen, will Sylwia Mierzynska nicht die einzige Fotografin bleiben, die ihre Bilder zeigt. Sie sucht weitere Fotokünstler, die sich an der „Fassadengalerie“ beteiligen wollen.

Wer glaubt, ein geeignetes Bild dafür zu haben, kann es ihr per E-Mail an sylwia@mierzynska.eu senden. Bewerbungen aus ihrer Heimatstadt Krakau und sogar aus New York liegen bereits vor, verriet die Künstlerin.

Platz für weitere Fotos gibt es reichlich: Vorerst soll nur die Platzseite zur Open-Air-Galerie werden, insgesamt hat das Gebäude mehr als 140 Fenster. Es gehört der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die die Fassade zur Verfügung stellt.

Die Eigentümerin zu überzeugen von ihrem Kunstprojekt, so schilderte die Künstlerin gestern, sei kein Problem gewesen. Schwierigkeiten machten da gestern eher die Aufhängung und die Schrauben zur Befestigung der Bilder.

„Ich verstehe die Fassade der Kaserne als Leinwand, die Bilder als Pinselstriche darauf“, erklärte Sylwia Mierzynska. Es handele sich um ein „offenes Werk“, an dessen Ende eine Collage, eine Plattform für die Sprache der Kunst und ein Netzwerk von Fotografen stehe.

Wie lange die Bilder die Defensionskaserne schmücken werden, ist offen. Sicher bis weit ins kommende Jahr hinein. Denn noch immer liege die bereits im Mai dieses Jahres gestellte Bauvoranfrage unbeantwortet bei der Stadt, wie Arndt Hobrecker, Chef der Immobilien-Abteilung der LEG, gestern zu berichten wusste.

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