Lux-Festspiele zu Ehren des Ruhlaer Komponisten

"Fiat lux". An Wortspielen mangelte es bei der Eröffnung der Lux-Festspiele in Ruhla nun wirklich nicht. "Es werde Licht", rief da etwa Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) den anwesenden Gästen in ihrer Schirmherrinnen-Ansprache in der Trinitatiskirche zu.

Den Notenschlüssel überreichte Christine Lieberknecht an Ruhlas Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler. Foto: Peter Rossbach

Den Notenschlüssel überreichte Christine Lieberknecht an Ruhlas Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler. Foto: Peter Rossbach

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Eisenach. Dieses Licht wolle nämlich der Festspielverein nutzen, "um Friedrich Lux und sein Schaffen aus der Dunkelheit" zu holen.

Eine Woche lang wird in Ruhla, der Geburtsstadt des Komponisten, seiner gedacht. Konzerte, Handwerkermarkt, Ausstellungen, Chortreffen und vieles mehr hat der Verein in mehreren Jahren langer Arbeit auf die Beine gestellt. "Es ist eine tolle Leistung, solche Festspiele auf diesem Niveau und mit diesem hohen Anspruch auf die Beine zu stellen", lobte Lieberknecht das ehrenamtliche Wirken des Vereins, aber auch die Hilfe der Sponsoren, wie etwa die Wartburg-Sparkasse.

Mit diesem Festival reihe sich Ruhla in den erlesenen Kreis der Festspiel-Orte in Thüringen ein. Und Lux sei ja ein Paradebeispiel für die so oft in der Geschichte Thüringens anzutreffende Verbindung aus Musik und Heimatverbundenheit. Den größten Bekanntheitsgrad erlangte Lux mit seiner Oper "Der Schmied von Ruhla". Diese Oper wurde 1882 dann zwar in Lux wichtigster Wirkungsstätte Mainz uraufgeführt, aber zeige, dass dieser seine Heimat nie vergessen habe. Dieses Stück Ruhlaer Geschichte und Stück deutscher Musikgeschichte wieder bekannter zu machen, sei nicht hoch genug anzuerkennen. Lieberknecht: "Es ist ein tolles Engagement aus dem Herzen der Menschen dieser Stadt".

"Lux verbindet - eine Region erklingt neu"

Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler (SPD) hatte seine Begrüßung ganz in das Zeichen des Mottos der Festspiele gestellt: "Lux verbindet - eine Region erklingt neu". Die Eröffnung der Festspiele sei ein großer Tag für die Bergstadt. "Was vor zwei Jahren noch eine Vision war, wird heute Realität". Große Beharrlichkeit und Überzeugungskraft sei nötig gewesen, um diesen weiten Weg bis zur Eröffnung der Festspiele zu gehen. Aber dabei habe sich gezeigt, dass Lux, so Ziegler, tatsächlich verbinde - "die Bürger untereinander, Vereine miteinander und Kommunen über Grenzen hinweg". Für Landrat Reinhard Krebs (CDU) verleiht sich die Region Ruhla "auch ein Stück Identität neu". Auch er lobte das Engagement und hofft, dass mit den Lux-Festspielen "etwas entstanden ist, das weiter trägt."

In der Festrede ließ Günter Wagner von der AG "Mittelrheinische Musikgeschichte" aus Mainz das Leben von Friedrich Lux Revue passieren. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Schulchor des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und eine Nachfahre des Komponisten, der Pianist Stephan Lux. Zudem wurde eine Ausstellung über das Leben und Wirken des großen Sohnes der Stadt Ruhla von Gymnasiasten eröffnet.

Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung war die Uraufführung der Lux-Fanfare. Das Musikstück "Licht über das Tal" für fünf Trompeten, Pauke und Orgel hat der Düsseldorfer Komponist und Organist Thorsten Pech eigens für die Lux-Festspiele komponiert. Vom Innenraum der Kirche wurden die Orgel- und Trompetenklänge des abschließenden Musikstückes über Kugelschall-Lautsprecher nach draußen übertragen. Mit einem farbenfrohen Feuerwerk und einer ungewöhnlichen Lichtinstallation um Mitternacht endete die Eröffnung vor der St. Concordia-Kirche.

Die Lux-Festspiele gehen am Mittwoch, 17. Juli, weiter mit einem Konzert des "Alliance Quartett" aus Wien, das ab 19 Uhr in der Trinitatiskirche Romantische Streichquartette vorträgt.

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