Lux-Festspielverein in Ruhla gegründet

Hier will nicht einer nur mal eine Oper aufführen, hier spielt Zukunftsmusik. Christian Schomburg, Vorsitzender des Gewerbevereins Ruhla, begrüßte etwa 60 Gäste zur Gründungsversammlung des Lux-Festspielvereins in der Ruhlaer Trinitatiskirche.

Neu gegründet hat sich in Ruha der Lux-Festspielverein, der Kunst, Kultur, Bildung und Identität fördern will. Foto: Susanne Reinhardt

Neu gegründet hat sich in Ruha der Lux-Festspielverein, der Kunst, Kultur, Bildung und Identität fördern will. Foto: Susanne Reinhardt

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Ruhla. Alles begann im Oktober 2009 mit der Wiederentdeckung der Oper "Der Schmied von Ruhla" in einem Mainzer Stadtarchiv. In Mainz lebte und wirkte der Orgelvirtuose, Kapellmeister, Chorleiter und Komponist Friedrich Lux bis zu seinem Tode 1895. Schon im Jahre 1899 fanden sich interessierte Ruhlaer zusammen, um ein "Komitee für die Errichtung des Friedrich-Lux-Denkmals" zu gründen mit dem Ziel, ihres berühmten Sohnes zu gedenken. Aus dieser Veranstaltung geht auch die Folkorevereinigung "Alt-Ruhla" hervor.

Nun sind es erneut engagierte Menschen, die sich der berühmten Persönlichkeiten erinnern. Im März gründete sich ein Lux-Kuratorium unter dem Dach der Folkorevereinigung "Alt-Ruhla", das sich mit den Vorbereitungen der Aufführung der wiederentdeckten Oper beschäftigte. Schnell war den Visionären klar, allen voran Daniel Preußker, dass die Aufführung der Oper nur eines von vielen Engagements sein kann, um die Stadt auf Dauer zum Anziehungspunkt für kulturelle Ereignisse zu gestalten. Dieser Idee schlossen sich bis dato 80 Interessenten an, und nun gründete sich der Lux-Festspielverein.

Seine Aufgabe wird es sein, Kunst, Kultur, Bildung und regionale Identität zu fördern. Geschehen soll dies durch "die organisatorische, ideelle und finanzielle Unterstützung und Förderung der Lux-Festspiele sowie der Pflege des musikalischen Erbes von Friedrich Lux und Georg Heinrich Lux in Form von Konzerten, Opern- und Musicalaufführungen, Matineen, Filmveranstaltungen, Mundarttheater und -abenden, Folkloretanzaufführungen, Tanz- und Singabenden, Installationen und Kunstaktionen und vielem mehr.

Ziel ist es, alle einzubinden, die an der Entwicklung Ruhlas von der Industriestadt zum Festspielort mit Ausstrahlung in die Region Interesse haben. "Es wird ein Entwicklungsprozess auf Jahre sein", weiß auch Christian Schomburg, der für den Gewerbeverein sprach. Dieser ist dabei, wie auch der Verein Arche Nova aus Ruhla und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde.

Zur Vorsitzenden des neugegründeten Lux Festspielvereins wählten die Gründungsmitglieder Dagmar Claassen. Sie wohnt heute in Wülfershausen, studierte Theaterwissenschaften, ist erfahrene Promoterin und derzeit im IT-Beratungsmanagement tätig. Zum Zweiten Vorsitzenden wählten die Mitglieder Dr. Gerald Slotosch aus Ruhla, der beruflich beim Naturpark Thüringer Wald tätig ist und den Vorsitz des Vereins Arche Nova in Ruhla inne hat. Zur Schatzmeisterin gewählt wurde Angela Schenderlein aus Ruhla und zur Schriftführerin Erika Liebetrau. Als Beisitzer im Vorstand des Festspielvereins mitwirken werden außerdem der Initiator und Stadtplaner Daniel Preußker aus Erfurt, der Nachkomme von Georg Heinrich Lux aus Eisenach, Rüdiger Lux, Unternehmer Christian Schomburg, Manfred Lange von der Rewe Lange OHG Ruhla, Ralf Ittermann und Kirchenbeirat Ralf Schumann.

Für die Musik am Gründungsabend sorgten Mitglieder der Akademischen Orchestervereinigung der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter Leitung von Universitätsmusikdirektor Sebastian Krahnert.