Weimarer Studenten entwerfen Souvenirs fürs van-de-Velde-Jahr

Das jugendstilig-beschwingte van-de-Velde-Signet kann man sich jetzt ans Revers heften. In zartem Rot, Gelb und Blau gehaltene Anstecker hat Daniela Ufermann entworfen, in Serie produziert und auch noch eigenhändig eingetütet. Ein dezenter Hinweis unter van-de-Velde-Kennern.

Das Signet des Meisters zum Anstecken ans eigene Revers: Daniela Ufermann, Studentin, der Weimarer Bauhaus-Universität, hat Broschen entworfen und produziert - als Souvenir im van-de-Velde-Jahr. Foto: Maik Schuck

Das Signet des Meisters zum Anstecken ans eigene Revers: Daniela Ufermann, Studentin, der Weimarer Bauhaus-Universität, hat Broschen entworfen und produziert - als Souvenir im van-de-Velde-Jahr. Foto: Maik Schuck

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Weimar. Oder einfach als kleine Urlaubserinnerung aus Weimar. Kein touristisch relevantes Jahr in der Impulsregion ohne die passenden Souvenirs. Die entsprechenden Entwürfe ist die hiesige Gestaltungsschule ihrem Standort einfach schuldig. Ganz besonders dann, wenn es gilt, einen ihrer Gründerväter zu feiern. Darum steuert die Bauhaus-Universität im Henry-van-de-Velde-Jahr eine sehr kleine, aber feine Kollektion an Geschenken und Mitbringseln bei, erdacht und entwickelt von angehenden Produktdesignern und Architekten.

Die Koordinaten, die Gabriele Korrek ihren Studenten dafür vorgab, rissen den Gestalternachwuchs anfangs nicht vom Hocker: Mit "Souvenirs" hätten viele von ihnen eher schlecht gestalteten und überflüssigen Kram verbunden. Darum neigten die meisten auch dazu, ihren Entwürfen einen praktischen Nutzen zu verleihen, etwa als Zettelhalter in Form des van-de-Velde-Baus der Universität. Diese Idee hat es - wie auch die Anstecker - zur Serienreife gebracht.

Beide Souvenirs sind - auch das eine Vorgabe von Gabriele Korrek - aus sehr feinem Beton gegossen, als Hommage an das Material des späteren Bauhauses. Zu haben sind sie im Bauhaus-Atelier hinter dem Hauptgebäude.

Broschüre schärft den Blick für Henry van de Veldes gestalterische Handschrift

Dort wird ab sofort auch "Vom Detail zum Ganzen" verkauft, eine klug gestaltete Broschüre, die die seit zwei Jahren vor allem unter internationalen Weimar-Gästen stark nachgefragten Bauhaus-Spaziergänge vor-, auf- und nachbereitet. Als Begleitbuch soll das Werk helfen, den Blick für Henry van de Veldes gestalterische Handschrift zu schärfen und zugleich Schwellenängste abbauen, wünschen sich seine Herausgeber Theres Rohde und Christian Tesch.

Bewusst lädt das Buch ein, die Universitätsgebäude zu betreten und das Nietzsche-Archiv zu entdecken.

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