Geplante Residenzstadtgalerie sprengt jeden Maßstab

Der Bau der Residenzstadtgalerie würde jeden Maßstab der über Jahrhunderte gewachsenen Stadtstruktur sprengen. Das verdeutlicht Ratsmitglied Dietrich Wohlfarth (Freie Wähler) mit einer Animation. Selbst die Margarethenkirche wirkt dagegen verschwindend klein.

Erdrückend: Eine ins Stadtmodell eingepasste Animation des geplanten Einkaufszentrums in der Gartenstraße veranschaulicht die Baumasse des geplanten Einkaufspalastes. Selbst die Margarethenkirche wirkt dagegen verschwindend klein. Fotomontage: Dietrich Wohlfarth

Erdrückend: Eine ins Stadtmodell eingepasste Animation des geplanten Einkaufszentrums in der Gartenstraße veranschaulicht die Baumasse des geplanten Einkaufspalastes. Selbst die Margarethenkirche wirkt dagegen verschwindend klein. Fotomontage: Dietrich Wohlfarth

Foto: zgt

Gotha. Das Center mit fast 16.000 Quadratmeter Verkaufsfläche übertreffe dabei von der Grundfläche und Baumasse deutlich Schloss Friedenstein, stellt Wohlfarth fest. Für den ehemaligen Gothaer Baudezernenten verdeutlicht die Animation den Verlust von städtebaulichen Maßstäben.

Wohlfarth: "Dabei stellt sich unweigerlich die Frage nach der Setzung von Wertmaßstäben und kultureller Verantwortung unserer Generation." Seiner Ansicht nach setzen die Verantwortungsträger für den Bau des Centers sich damit ein Denkmal für die Maßlosigkeit der heutigen Generation. Er verweist darauf, dass der Lebensstil des Mehr, Höher, Weiter nicht zukunftstauglich für Kinder und Enkel sei.

"Wir leben auf Kosten der Armen in dieser Welt und zu Lasten der folgenden Generationen." Der Bruch der baulichen Maßstäbe in Gotha werde zu Brüchen in der Nutzungsstruktur der Innenstadt führen. Das führe zu weiterem, ohnehin schon vorhandenen, Leerstand von Wohnungen und Ladenlokalen. Der Sanierungsfall werde vorprogrammiert.

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