Family-Club in Erfurt feiert 20. Geburtstag

Melchendorf  Nur zwei Mal im Jahre bleiben die Tore Am Drosselberg 26 geschlossen. Zwischen Weihnachten und Silvester und am Brückentag nach Himmelfahrt. Sonst gibt es keinen Tag im Jahr, an dem im „Family-Club“ nicht irgend etwas los ist. Und heute ist besonders viel los.

Das Team vom Family-Club freut sich heute auf viele neugierigen Besucher: Anke Klinzing, Katharina Hofmann. Peter Recknagel, Susanne Zwiebler, Praktikantin Nicole, Kornelia Lange und Andrea Stolke (v.l.). Foto: Hartmut Schwarz

Das Team vom Family-Club freut sich heute auf viele neugierigen Besucher: Anke Klinzing, Katharina Hofmann. Peter Recknagel, Susanne Zwiebler, Praktikantin Nicole, Kornelia Lange und Andrea Stolke (v.l.). Foto: Hartmut Schwarz

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Nur zwei Mal im Jahre bleiben die Tore Am Drosselberg 26 geschlossen. Zwischen Weihnachten und Silvester und am Brückentag nach Himmelfahrt. Sonst gibt es keinen Tag im Jahr, an dem im „Family-Club“ nicht irgend etwas los ist. Und heute ist besonders viel los. Denn heute wird Jubiläum gefeiert. Inzwischen ist es bereits 20 Jahre her, als erstmals Hand an die ehemalige Kindertagesstätte gelegt wurde.

Nachdem 1991 auch in Thüringen ein Landesverband des Deutschen Familienverbandes (DFV) gegründet wurde, fehlten diesem zuerst eigene Räumlichkeiten. Man versuchte, den Familien das zu geben, was am meisten nachgefragt wurde. Und dies waren in den ersten Wendejahren vor allem Ferienfreizeiten und Ferienlager. Viele Betriebe wurden geschlossen und mit ihnen auch die angegliederten sozialen Einrichtungen.

„Wir hatten Ferienplätze für bis zu 1500 Kinder organisiert“, erinnerte sich Susanne Zwiebler, die heutige Geschäftsführerin des „Family-Clubs“. Es wurden Räume in Altersheimen und anderen Einrichtungen für die Familien-Treffen genutzt, der Wunsch nach eigenen Räumen wurde immer größer. Treibende Kraft sei damals Ursula Byhan gewesen, die sich mit Leidenschaft für das Projekt engagierte und dafür alle erdenklichen Fördertöpfe zu öffnen versuchte.

Der Rückgang der Geburten nach der Wende führte in Erfurt dazu, dass viele Kindereinrichtungen geschlossen werden mussten. Zuerst wurde dem DFV ein Objekt im Erfurter Norden angeboten. Es regnete Am Tag der Besichtigung und überall tropfte es durch die Decke. Man lehnte dankend ab. Das zweite Objekt auf dem Drosselberg wurde bei besserem Wetter begutachtet – und erhielt den Zuschlag. Beim ersten Regen zeigte aber auch dieses enormen Sanierungsbedarf.

Heute wird für den „Family-Club“ Am Drosselberg inzwischen das halbe Kita-Gebäude genutzt – auf zwei Etagen und mit einer fantastischen Freifläche im Grünen. Heute sind es weniger Ferienfreizeiten die nachgefragt werden, vielmehr Angebote für junge Muttis mit Kindern bis zu zwei Jahren. Heute gibt es ein prall gefülltes Programm für Menschen zwischen 8 bis 80 Jahren, Tagesmütter sind vor Ort, die Schuldnerberatung, eine Hebamme und vieles mehr.

Ab 15 Uhr kann man sich heute beim Jubiläumsfest informieren. Es gibt ein Bildertheater, die Facedu-Kindertanzgruppe tritt auf, es gibt viel Spiel- und Kreativangebote (auch für die Großen), Kaffee und Bratwurst. Eingeladen sind auch alle, die den Club noch nicht kennen. Bedarf an neuen Ideen, Projekten und Mitstreitern bestehe immer, weiß die Club-Leiterin. Gesucht werden vor allem Wunsch-Großeltern, Babysitter – und Unterstützung bei der Gartenarbeit sowie der Reinigung .

www.dfv-thueringen.de

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