Thüringer Handelsverband: Müssen an Mitarbeiter denken

Erfurt.  Müssen Lebensmitteleinzelhändler in der Corona-Krise sonntags öffnen? Der Chef des Thüringer Handelsverbandes, Knut Bernsen, hat dazu eine klare Meinung.

Knut Bernsen, Geschäftsführer des Handeslverbandes Thüringen, hält Sonntagsöffnungen in der aktuellen Corona-Lage nicht für notwendig.

Knut Bernsen, Geschäftsführer des Handeslverbandes Thüringen, hält Sonntagsöffnungen in der aktuellen Corona-Lage nicht für notwendig.

Foto: Foto: Alexander Volkmann

Die Frage, ob Lebensmitteleinzelhändler auch am Sonntag öffnen müssen, damit sich der Andrang in den Geschäften insgesamt verringert, treibt die Einzelhändler um. Knut Bernsen, Geschäftsführer des Handelsverbandes Thüringen, hat eine klare Haltung. Er sagt auf Anfrage dieser Zeitung: „Sonntagsöffnungen sehe ich in der aktuellen Lage nicht, weil wir einfach auch mal an die Mitarbeiter denken müssen. Die machen gerade jetzt eine tollen Job.“ Sie bräuchten aber ebenfalls mal einen Tag Pause. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

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Beim Lebensmitteleinzelhandel, der zur Grundversorgung zwingend ist, sieht das anders aus. Ungebrochen ist der Andrang auf die Märkte. Dafür, dass Menschen angefangen hätten, Hamsterkäufe zu tätigen, äußert er zwar aus emotionaler Sicht Verständnis. „Aber notwendig ist das nicht. Die Versorgung in Thüringen ist gesichert.“

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