Bausewein will zurück in Thüringer SPD-Spitze

Erfurt.  Oberbürgermeister plant Kandidatur als Vize-Chef. Spekulationen über Wechsel in Landespolitik

Andreas Bausewein, damals noch Thüringer SPD-Chef, stellt den Innenminister Georg Maier im August 2017 vor. Nun möchte Bausewein Maiers Stellvertreter an der Landesspitze der SPD werden.

Andreas Bausewein, damals noch Thüringer SPD-Chef, stellt den Innenminister Georg Maier im August 2017 vor. Nun möchte Bausewein Maiers Stellvertreter an der Landesspitze der SPD werden.

Foto: Sascha Fromm / TA

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Der frühere Thüringer SPD-Vorsitzende Andreas Bausewein drängt zurück in die Führung der Landespartei. Der Erfurter Oberbürgermeister will auf dem Landesparteitag Ende September als einer der Stellvertreter des designierten Landesvorsitzenden Georg Maier kandidieren. Dies wurde dieser Zeitung übereinstimmend aus Parteikreisen berichtet.

Maier und SPD-Bundespolitiker unterstützen Bauseweins Ambitionen

Bausewein bestätigte seine Ambitionen auf Nachfrage. Er sei zu der Kandidatur aufgefordert worden und denke intensiv darüber nach, sagte er dieser Zeitung. Auf Nachfrage wollte er sich nicht öffentlich dazu äußern, ob er im nächsten Jahr den Wechsel in die Landesregierung plane.

Warum Erfurts Oberbürgermeister zurück in die Thüringer SPD-Spitze drängt

Der 47-Jährige ist seit 2006 Oberhaupt der Landeshauptstadt, seine aktuelle Amtszeit dauert noch bis 2024. Zuletzt war er 2018 erst in der Stichwahl mit 58,5 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden.

Erheblicher Widerstand möglich

Maier und der Erfurter Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider unterstützen nach Informationen dieser Zeitung den Antritt des Oberbürgermeisters. Allerdings muss Bausewein auch mit erheblichem internen Widerstand rechnen. Kritiker werfen ihm vor, er habe mit seinem überraschenden Rücktritt als Landesvorsitzender die Landespartei vor zweieinhalb Jahren in eine Krise gestürzt.

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