Beirat Buga2021 diskutiert über Ziele, Geld und Flächen

Gartenreiche Blumenstadt oder blumenreiche Gartenstadt was klingt besser? Das war nur eine von unzähligen Fragen, mit denen sich der Beirat Buga2021 am Samstag im Hotel Radisson befasste.

Grünes Erfurt: Die Landeshauptstadt will sich bewerben für die Bundesgartenschau im Jahr 2021. Damit das auch klappt, hat sich am Samstag ein Beirat konstituiert. In einer ersten siebenstündigen Tagung wurde klar, dass die Buga eine Jahrhundertchance für die Stadt wäre. Foto: Scheidel

Grünes Erfurt: Die Landeshauptstadt will sich bewerben für die Bundesgartenschau im Jahr 2021. Damit das auch klappt, hat sich am Samstag ein Beirat konstituiert. In einer ersten siebenstündigen Tagung wurde klar, dass die Buga eine Jahrhundertchance für die Stadt wäre. Foto: Scheidel

Foto: zgt

Erfurt. Nach der Konstituierung nahm das Gremium seine Arbeit auf, diskutierte sieben Stunden lang beispielsweise darüber, welche Voraussetzungen Erfurt hat für die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2021, welche Ziele, welche Finanztöpfe, welche Flächen neben der ega einbezogen werden sollen, wie das Leitbild aussieht und natürlich auch darüber, wie man sich erfolgreich bewirbt.

Der Beirat hat sich breit aufgestellt, die 20 Mitglieder kommen u.a. aus der Stadt- und Landespolitik, von den Stadtwerke, aus der Stadtverwaltung, von Erfurter Gartenbauinstitutionen und den Egapark-Freunde. Begleitet wird der Beirat von der Seebauer, Wefers und Partner GbR, die mehrere Städte bei der Bewerbung für Landes- oder Gartenschauen erfolgreich unterstützt hat.

Der Beirat ist sich nach seiner ersten Tagung sicher darüber, dass die ega Kernpunkt einer Buga und die Erfurter Gartenbaugeschichte zentrales Thema sein wird, dass die ega mit ihren 36 Hektar allein zu wenig sei, dass weitere 50 bis 70 Hektar Schauflächen nötig sind, dass man von Kosten im zweistelligen Millionenbereich ausgeht und auf keinen Fall Gera mit 186 Millionen erreichen wird, dass es keine alleinige Bewerbung Erfurts geben soll, sondern, dass das Land mit in die Pflicht genommen wird, und dass die Buga eine Riesenchance für die ega an sich ist. "Es gab viele Diskussionen über das Weiterbestehen, mit der Buga ist das Thema ega gesichert", so Beiratsmitglied und ega-Geschäftsführer Manfred Ruge. Der Investitionsstau würde aufgehoben, die ega könnte renoviert und anschließend dauerhaft weiter genutzt werden. Die Entwicklung der ega könnte mit der Buga schneller vorangebracht werden, ist sich der Beirat sicher. Die ega soll erster Baustein einer Buga sein, städtische Flächen der zweite. Der Beirat dachte darüber nach, wie der Petersberg, die Parks, die Gera-Aue oder Erfurter Seen integriert werden könnten.

Tourismus-Chefin Carmen Hildebrandt sieht in der Buga die große Chance, Erfurt endlich wieder als Blumenstadt – auch international – vermarkten zu können.

Der Beirat, der zur Thüringer Projektgesellschaft, einer Tochter der Stadtwerke-Gruppe, gehört, tagt wieder im Mai, Mitte Juni soll der Entwurf einer Machbarkeitsstudie fertig sein, im August will man ein Konzept abgeben, die Entscheidung wird für Spätherbst erwartet. Ebenfalls aktiv werden will ein Förderverein, der sich in der Gründung befindet.

Ob Erfurt blumig ist und sein kann, zeigt sich bereits in Kürze: Dann wird bekanntgegeben, ob Erfurt den Zuschlag erhält für den Weltrosenkongress 2018. Sangerhausen und Bad Langensalza haben sich auch beworben.

www.bewerbung-bugaerfurt.de (die Internetseite ist ab 15. April online)

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Beirat "Buga2021" diskutiert über Ziele, Geld und Flächen