Bildungsministerium präzisiert Notbetreuung von Kindern

Erfurt.  Eltern im Gesundheitsbereich und mit Verantwortung für öffentliche Sicherheit wie Ärzte oder Polizisten brauchen keinen Arbeitgebernachweis.

Der Kreis der Eltern wurde präzisiert, für deren Kinder im Zuge der Corona-Krise eine Notbetreuung in Betracht kommt (Symbolfoto).

Der Kreis der Eltern wurde präzisiert, für deren Kinder im Zuge der Corona-Krise eine Notbetreuung in Betracht kommt (Symbolfoto).

Foto: Jens Wolf / dpa

Das Thüringer Bildungsministerium hat den Kreis der Eltern präzisiert, für deren Kinder im Zuge der Corona-Krise eine Notbetreuung in Betracht kommt. Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog

Unterschieden wird demnach in zwei Gruppen. Zum einen: generell berechtigte Eltern im Gesundheitsbereich (Ärzte, Pflegekräfte, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten etc.) und mit Verantwortung für die öffentliche Sicherheit (wie Polizisten, Justizvollzugsbedienstete und Mitglieder freiwilliger Feuerwehren während der Bereitschaftszeiten). Bei dieser Gruppe wird kein Nachweis verlangt, dass der konkret betroffene Elternteil zwingend im Betrieb gebraucht wird. Eine Arbeitgeberbescheinigung sei nützlich, sollte aber nicht gefordert werden, teilt das Ministerium mit.

Zur anderen Gruppe gehört betriebsnotwendiges Personal in Betrieben der kritischen Infrastruktur. Für sie werde eine Arbeitgeberbescheinigung erbeten und die Notbetreuung „im Einzelfall gewährleistet“, heißt es. Voraussetzungen sind, dass beide Eltern in einem solchen Betrieb arbeiten und zum betriebsnotwendigen Personal gehören, weil sie zu Krisenstäben gehören, Teil von Notfallplänen sind oder über Spezialkenntnisse verfügen.

Zu den Betrieben der kritischen Infrastruktur zählen:

- Wasserversorgung,

- Energieversorgung (Strom, Gas),

- Entsorgungswirtschaft

- Kommunikation (einschließlich Post, digitale Infrastruktur)

- Personenverkehr (Schiene und Straße, Autobahnen)

- Grundversorgung mit Lebensmitteln (einschließlich Verkauf und Logistik)

- Betriebe mit größeren Tierbeständen

- Reinigungspersonal

- Gerichte und Staatsanwaltschaften.

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