Innenminister zum Busunglück: „Ein schreckliches Bild“

Berka.  Die polizeilichen Ermittlungen zum Busunglück, bei dem im Wartburgkreis am Donnerstagmorgen zwei Kinder ums Leben gekommen sind, stehen am Anfang.

Innenminister Georg Maier (l.) machte sich am Donnerstag ein Bild von der tragischen Lage bei Berka.

Innenminister Georg Maier (l.) machte sich am Donnerstag ein Bild von der tragischen Lage bei Berka.

Foto: Foto: Katja Schmidberger

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Die Ermittlungen zum Busunglück in Berka vor dem Hainich (Wartburgkreis) wird die örtlich zuständige Polizeidienststelle führen. Das bestätigte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) am Donnerstagmittag dieser Zeitung. „Ich sehe derzeit keinen Grund, an den Abläufen etwas zu ändern“, sagte er dieser Zeitung.

Maier selbst hatte sich am Donnerstag ein Bild von der Lage vor Ort gemacht und zeigte sich bestürzt. „Das ist ein schreckliches Bild“, sagte er und sprach den Angehörigen der Kinder sein Mitgefühl aus sowie die Hoffnung, dass die Verletzten schnell genesen. Die psychologische Betreuung der Angehörigen erfolgt durch die Polizei vor Ort. Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr werden durch das Team unterstützt.

Zur Aufarbeitung der Geschehnisse will die Polizei alle Einflussfaktoren heranziehen, die in einem solchen Fall stets betrachtet werden. So war es am Donnerstag in den frühen Morgenstunden sehr kalt, der Bus musste eine schmale Straße – noch dazu mit Kopfsteinpflaster – passieren.

„Es muss geschaut werden, wie es zu dem Unfall kommen konnte“, sagte Maier. Dabei würden auch Fragen zur technischen Beschaffenheit des Busses sowie möglichem menschlichen Versagen geklärt. „Dafür gibt es aber derzeit keinen Anfangsverdacht“, erklärte Maier und warnte vor vorschnellen Schlüssen. Jetzt sei zunächst die Zeit, „inne zu halten“.

Die Landespolitik reagierte mit Entsetzen. „Ich trauere mit den Eltern und Angehörigen“, erklärte der geschäftsführende Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auf Twitter. „Den Verletzten wünsche ich eine schnelle Genesung und den Eltern wollen wir beistehen.“ Bildungsminister Helmut Holter (Linke) sei auf dem Weg in die Grundschule, „um vor Ort bei der Trauerbewältigung konkret helfen zu können“.

Auch Landtagspräsidentin Birgit Keller zeigte sich bestürzt. „Mein großer Dank gilt allen Rettungskräften und Seelsorgern für ihre wichtige Arbeit in diesen schweren Stunden“, teilte sie mit.

Ähnlich äußerte sich die grüne Landtagsfraktion.

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