Liberalen-Chef Kemmerich verzichtet auf Klage gegen Grünen-Bundesvorsitzende Baerbock

Erfurt.  Nach irritierenden Nazi-Aussagen der Bundesvorsitzenden der Grünen, Annalena Baerbock, im TV-Talk bei Markus Lanz, verzichtet FDP-Landeschef Kemmerich offenbar auf rechtliche Schritte.

Thüringens FDP-Landeschef Thomas L. Kemmerich

Thüringens FDP-Landeschef Thomas L. Kemmerich

Foto: Sascha Fromm / Ta

Der mit AfD-Stimmen gewählte Kurzzeitministerpräsident Thomas Kemmerich (FDP) verzichtet auf die zunächst angekündigten rechtlichen Schritte gegen die Grünen-Bundesvorsitzende Annalena Baerbock.

Baerbock habe sich inzwischen entschuldigt. „Das ist juristisch damit erledigt. Aber ich bleibe bei der Kritik, dass man sich so als Spitzenpolitikerin nicht äußern darf“, sagte der Thüringer FDP-Landeschef dieser Zeitung.

Baerbock hatte in der ZDF-Talkshow bei Markus Lanz gesagt: Man habe kurz davor gestanden, „dass ein Nazi in einem unserer Bundesländer zum Ministerpräsidenten gewählt wird“. Später sagte sie, sie habe „unpräzise formuliert“ und „nicht Herrn Kemmerich, sondern die AfD“ gemeint.

Irritierende „Nazi“-Aussage: Wie Baerbock bei Lanz patzte