Finanzämter

Steuerrückzahlung: Monatelange Verspätungen drohen

Steuer-Plus von 126 Milliarden Euro bis 2026 erwartet

Steuer-Plus von 126 Milliarden Euro bis 2026 erwartet

Die Steuereinnahmen des Staates fallen in den nächsten Jahren voraussichtlich deutlich höher aus als zuletzt erwartet. Bis 2026 können Bund, Länder und Gemeinden laut der neuen Steuerschätzung mit gut 126 Milliarden Euro mehr rechnen als im Mai vorausgesagt.

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Berlin.  Die Entlastungspakete der Regierung sorgen für Verwaltungsarbeit. Der Stress in den Finanzämtern könnte auch Ihr Konto 2023 betreffen.

Durch die Entlastungspakete der Bundesregierung kommt es auch zu einem erheblichen Mehraufwand in der Verwaltung. Jetzt warnt die Deutsche Steuergewerkschaft vor einem Bearbeitungsstau bei den diejährigen Steuererklärungen.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft, Florian Köbler sagte der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag, Grund seien die Entlastungsmaßnahmen der Regierung, die in den Finanzämtern zu einem Bearbeitungsstau führten. Für die Verwaltung seien Maßnahmen wie die Energiepreispauschale "ein Horror" – denn die Zahl der Steuererklärungen sei damit "in die Höhe geschossen".

Finanzämter arbeiten am Limit

Die Finanzämter arbeiteten ohnehin bereits jetzt am Limit und kämen mit der Bearbeitung nicht mehr hinterher, sagte Köbler weiter. "Die Bürger müssen sich deshalb auf monatelange Verspätungen einstellen."

Besonders ärgerlich sei das für die Menschen, die in ihrem Budget fest mit ihren Steuerrückzahlungen gerechnet hätten. Sie müssen jetzt wie alle anderen länger auf die Auszahlung warten. (rs/dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.