Studentenwettbewerb zur Erfurter Buga 2021

Studentenwettbewerb zur Buga 2021: Es wird nicht nur gefeiert, wenn sich die grünen Verbände Thüringens am Mittwoch, 30. Januar 2013 im Kanonenhof des Deutschen Gartenbaumuseum zum Neujahrsempfang treffen: Es wird auch Worte der Kritik geben.

Blumenkinder des Fördervereins "Freunde der Buga Erfurt 2021": Leon, Sarina, Eliza, Annika, Cora und Leona mit Blumenwiege und kleinen Blümchenkeksen. Foto: Lydia Werner

Blumenkinder des Fördervereins "Freunde der Buga Erfurt 2021": Leon, Sarina, Eliza, Annika, Cora und Leona mit Blumenwiege und kleinen Blümchenkeksen. Foto: Lydia Werner

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Erfurt. Von Werner Alkewitz, dem Vorsitzenden des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) Thüringen. Und zwar zum Planungsverlauf für die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt. "Bedauerlicherweise diskutiert man derzeit in Erfurt mehr politisch statt inhaltlich. Die größte Gefahr ist es immer, alles hinauszuschieben, weil es auf dem Papier noch so lange dauert", mahnt Alkewitz, der Mitglied im Buga-Beirat ist.

Wegverbindung zwischen Ega und Nordpark

Mit einem Studentenwettbewerb will der bdla die Buga 2021 in Erfurt voranbringen. Thema ist es, eine Wegverbindung zwischen den künftigen Buga-Standorten Ega und Nordpark zu schaffen. Im Buga-Beirat sei das Projekt unter dem Titel "Erfurt geht neue Wege" auf große Resonanz gestoßen, auch wenn die Stadt eine andere Lösung vorsehe. "Wir wollen zeigen, dass eine Verbindung nicht nur durch die Innenstadt entlang der Gera funktioniert", kündigt Alkewitz an.

Die Alternativ-Route verläuft nicht östlich durch die Innenstadt, sondern zieht sich westlich und dann nordwestlich um Erfurt herum und soll die Grünanlagen der Stadt im Süden - Stadtpark, Gera-Flutgraben und den Park an der Straße des Friedens - verlängern. Somit könne ein fast geschlossener Grünzug um die Stadt geschaffen werden, der vom Petersberg in Richtung Gutenbergplatz verläuft, weiter in Richtung Sportanlage Borntal, eine Querung ziwschen Blumen- und Mühlhäuser Straße vorsieht. Eine Kleingartenanlage und die Ansaatflächen der Firma Rose könnten integriert werden, so die Idee. Weiter geht der Grünzug über das Wohngebiet "Am Unigarten", über den Uni-Campus und das Klinikgelände schließlich zum Nordpark.

Studentenwettbewerb: 50 Studenten aus vier Hochschulen

50 Studierende von vier Hochschulen, darunter auch der FH Erfurt, erarbeiten im Wettbewerb gerade den Streckenverlauf. "In Sachen Nachhaltigkeit wäre ein solcher Grünstreifen eine kluge Alternative", so Alkewitz. "Man kann Stadtteile verbinden und neue Grünzüge schaffen. Das ist aus unserer Sicht eine Form der Stadtentwicklung, die den Buga-Machern immer am Herzen liegt. Mit wenigen Eingriffen ist dieser Naturstreifen umsetzbar", sagt der bdla-Vorsitzende. Ende Februar sollen die Projekte von den Studierenden eingereicht und von einer Jury bewertet werden. Ab April ist dann eine Ausstellung der Arbeiten im Egapark geplant, womit der bdla eine Diskussion anschieben will.

"Die Stadt ist noch nicht auf einen Weg festgelegt, wie man während der Buga vom Petersberg in die Gera-Aue kommt", reagiert das OB-Büro. Zusicherungen könne es derzeit natürlich für kein Projekt geben. Die Vernetzung aller Aktionen habe die Thüringer Projektgesellschaft, die für die Buga 21 gegründet wurde. "Wir sind für alle Ideen offen", heißt es wörtlich aus dem Rathaus.

Der Berufsstand der Landschaftsarchitekten war am Dienstag, 29. Januar, aber auch in Feierlaune: Er blickt in diesem Jahr auf sein 100-jähriges Bestehen und ein erfolgreiches Vorjahr zurück.

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