Schwarz-Weiß Erfurt spielt druckvoll auf Augenhöhe mit dem Gegner

Erfurt  Die Bundesliga-Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt verlieren nach packendem Kampf gegen Münster den Saisonauftakt mit 1:3.

Packendes Duell: Die beiden Erfurterinnen Sindy Lenz (li.) und Danielle Brisebois (re.) können in dieser Szene den Punkt für Münster nicht verhindern.

Packendes Duell: Die beiden Erfurterinnen Sindy Lenz (li.) und Danielle Brisebois (re.) können in dieser Szene den Punkt für Münster nicht verhindern.

Foto: Sascha Fromm

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Aller Anfang ist schwer. Die neuformierten Bundesliga-Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt waren hin- und hergerissen nach dem Saisonauftakt. Beim 1:3 gegen den USC Münster gab es zwar keine Punkte. Aber das druckvolle Spiel auf Augenhöhe mit dem Gegner – speziell im nur knapp verlorenen zweiten und dritten Satz – lässt darauf hoffen, den Klassenerhalt nun auch auf sportlichem Wege zu schaffen.

„Schade, hier war mehr drin. Dieser Auftritt hat aber trotzdem Mut gemacht“, sagte Trainer Florian Völker: „Wir haben am Anfang zu viele Fehler gemacht, weil wir vielleicht zu viel wollten. Aber das ist mir lieber, als wenn die Fehler aus Angst passiert wären.“ Coach Völker, der auf die aus Dresden gekommene Libera Michelle Petter (Mittelhandbruch) verzichten muss, beorderte das Eigengewächs Paula Reinisch zwei Tage nach deren 21. Geburtstag auf jene für sie ungewohnte Position. Sonst spielt die Erfurterin nämlich als Außenangreiferin.

Die Gäste begannen das Spiel sehr druckvoll. Beim 5:1 für Münster nahm SWE-Coach Völker die erste Auszeit. Zu oft unterliefen noch einfache Fehler wie beim Aufschlag oder der Annahme. Dennoch blieb das SWE-Team auf Tuchfühlung. Auf dem Spielfeld ging ein Jubelschrei durch die Erfurter Reihen, nachdem der 8:15-Rückstand egalisiert war. Trotzdem konnte Erfurt das 21:25 in Satz eins nicht mehr abwenden.

Auch im zweiten Abschnitt spielten die Thüringerinnen auf Augenhöhe. Trainer Völker ballte die Faust, als seine Frauen mit 7:4 vorn lagen. Es kam jedoch noch besser. Aber selbst der zwischenzeitlich auf sechs Punkte gewachsene Vorsprung (17:11) reichte gegen die cleveren Gäste nicht. Münster schaffte das 18:18 und später den zweiten Satzgewinn (25:23). Spannend verlief auch der dritte Durchgang, als Schwarz-Weiß beim 25:18 mit dem ersten Satzgewinn der Saison für all seine Bemühungen belohnt wurde. Später waren die SWE-Frauen sogar dicht dran am ersten Punktgewinn gleich zum Saisonstart (17:16). Aber Münster konterte eiskalt und stellte mit dem 25:18 den Auswärtssieg sicher.

Trotz der Niederlage erwies sich Erfurt schon jetzt wesentlich druckvoller als in der vergangenen Serie, was vor allem Sindy Lenz immer wieder unter Beweis stellte. Bitter: Mit Cassidy Pickrell schied eine tragende Säule im Erfurter Spiel wegen einer Hüftverletzung aus. „Das ist schon tragisch. Zumal wir einen längeren Ausfall befürchten. Das wäre ein herber Rückschlag“, sagte Völker.

Zeit zum Verschnaufen bleibt der Erfurter Mannschaft ohnehin nicht. Bereits am kommenden Sonnabend gastieren die Rote Raben Vilsbiburg in der Riethalle (Beginn: 18 Uhr).

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