Unternehmen stellen Berufe auf Flughafen Erfurt vor

Obwohl die kräftige Frühlingssonne die Start- und Landebahnen des Erfurter Flughafens in gleißendes Licht tauchte, ließen es sich viele Besucher am Samstag nicht nehmen, in die schummrige Atmosphäre des Hangar 1 einzutauchen. Denn hier gab es jede Menge Luftfahrttechnik zu bestaunen.

Gut gelaunt und für jeden Spaß zu haben führte Seniorausbilder Jürgen Hallmich die Gäste durch seine Ausbildungsmaschine, als Berufe am Erfurter Flughafen präsentiert wurden. Foto: Dominique Wand

Gut gelaunt und für jeden Spaß zu haben führte Seniorausbilder Jürgen Hallmich die Gäste durch seine Ausbildungsmaschine, als Berufe am Erfurter Flughafen präsentiert wurden. Foto: Dominique Wand

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Bindersleben. Unter dem Motto „Heben Sie ab!“ präsentierten sich 34 Berufe rund um das Thema Luftfahrt, organisiert von Flughafen und Arbeitsagentur. Dabei ging es aber weniger um die typischen Berufe wie Stewardess oder Pilot als vielmehr um die vielen beruflichen Möglichkeiten auf einem Flughafens.

„Natürlich kommen hier auch Menschen, die sich für das Berufsbild des Piloten interessieren. Aber wir stellen hier noch ganz andere Möglichkeiten vor“, sagte Klaus Meyer von der Erfurter Agentur für Arbeit. Dabei stehen für ihn gerade technische und logistische Berufe im Vordergrund, sowie Tätigkeiten rund um das Thema Sicherheit. Besonders gefragt sind allerdings Triebwerks- und Fluggerätemechaniker. Aber auch in den Bereichen Tourismus und Systemgastronomie gibt es immer wieder reizvolle Jobangebote.

Besondere Besuchermagneten waren naturgemäß die vielen technischen Ausstellungsstücke. Vor zerlegten Turbinen scharten sich immer wieder Männergruppen, die mehr oder minder fachmännisch über die Antriebsaggregate philosophierten und scheinbar genüsslich den Duft von Maschinenöl einatmeten.

Einen besonders begehrten Platz hatte Jürgen Hallmich. Der Seniorausbilder von Lufthansa Technical Training stand am Cockpit einer Boeing 737 und empfing immer wieder geduldig die zahlreichen Besucher. Der gebürtige Hamburger lebt seit fünf Jahren in Erfurt und ist hier zuständig für die Ausbildung künftiger Triebwerks- und Fluggerätemechaniker. Mit seinem feinen Hamburger Dialekt führte er die Gäste durch Cockpit und Maschine und beantwortete gut gelaunt jede Frage. An der noch immer flugfähigen Maschine können Auszubildende jede erdenkliche Reparatur üben. „Wir können hier die Triebwerke zerlegen, die Reifen wechseln oder die Innenausbauten austauschen“, sagt Jürgen Hallmich.

Schon im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 1400 Besucher ein Bild von den beruflichen Möglichkeiten rund um den Erfurter Flughafen gemacht. „So, wie es heute hier anfängt, werden wir diese Zahl wohl übertreffen“, war Klaus Meyer von der Bundesagentur sichtlich zufrieden mit dem großen Ansturm.

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