Jenaer Fußballdamen mit Glück zum Remis

Sabrina Schmutzler berührt das Leder gerade zum dritten Mal, da steht es schon 0:2. Die Fußballfrauen des FF USV Jena II legen gegen Lok Leipzig II einen Katastrophenstart in der Fußball-Regionalliga hin.

In der Fußball-Regionalliga der Damen trennten sich der  FF USV Jena II (rot) und der  1. FC Lokomotive Leipzig II 2:2. Foto: Jürgen Scheere.

In der Fußball-Regionalliga der Damen trennten sich der FF USV Jena II (rot) und der 1. FC Lokomotive Leipzig II 2:2. Foto: Jürgen Scheere.

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Jena. Lisa Reichenbach tänzelt sich im Riesenslalom durch Jenas Abwehrstangen, 0:1 nach drei Minuten. Dann reicht ein Doppelpass, um die Hintermannschaft erneut alt aussehen zu lassen – Corina Vogg schießt freistehend ein. Es folgt Jenas dritter Anstoß, Stürmerin Sabrina Schmutzler schüttelt den Kopf, als sie das Leder nach vorn anschiebt.

Doch mit der Ballberührung geht es auch endlich vorwärts. Schmutzler, die sich über die Reservemannschaft wieder für die Bundesliga-Elf fit machen will, ackert los. Oft – viel zu oft – muss sie sich ins Mittelfeld fallen lassen, um überhaupt einen Ball zu bekommen. Jena II spielt unorganisiert, Leipzig kommt zu einfachen Ballgewinnen und kann munter das Jenaer Gehäuse bedribbeln. Dort steht allerdings Laura Kiontke, die im ersten Spielabschnitt noch Schlimmeres verhindern kann. Und vorn ist dann eben eine Sabrina Schmutzler zur Stelle, wenn auch ungewollt. Nach 37 Minuten tankt sie sich durch, will flanken – Tor! "Schön abgerutscht war es. Nur gut, dass ich auch einen Außenrist habe", sagt Schmutzler nach ihrer verunglückten Eingabe, die auf Christiane Gotte adressiert war, aber im Gehäuse der Gäste zum Anschlusstor landet. Dann ist Pause.

Den nächsten Anstoß verpennen die Jenaerinnen nicht. Nach der Pause läuft es etwas besser – und irgendwie schaffen es die Jenaerinnen sogar noch, zum wenig verdienten Ausgleich zu kommen. Gottes Freistoß segelt in die Box, Walther schraubt sich nach oben, köpft – Loks Richter pariert. Das Leder landet vor den Füßen von Juliane Rath, sie hält selbigen hin: 2:2 (75.). Und fast hätte Jena sogar einen dreifachen Punktgewinn eingefahren, doch Jankes Kopfball nach 85 Minuten verfehlt das anvisierte Ziel. Es wäre auch zu viel des Guten gewesen.

Jena II: Kiontke - Hofmann, Walther, Ruddat, Rath - Große (25. Ludwig), Wochnik (70. Janke), Müller, Scherl (46. Pochert) - Gotte, Schmutzler.

Lok II: Richter - Koch, Vogg (80. Kieper), Hohmann, Thieme, Reichenbach, Schneider, Piatkowski (75. Görner), Börner, Dettmer, Beyer.

Schiedsrichter: Peggy Nestler (Geyer). Zuschauer: 50. Tore: 0:1 Reichenbach (3.), 0:2 Vogg (9.), 1:2 Schmutzler (37.), 2:2 Rath (75.).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren