Neue Zeitrechnung für Rot-Weiß-Spieler Marcel Kaffenberger

Erfurt.  Rot-Weiß-Erfurt-Mittelfeldspieler Marcel Kaffenberger will nach zwei Operationen im Januar ins Training zurückkehren. Und im Februar wird er Vater.

Marcel Kaffenberger, Mittelfeldspieler bei Rot-Weiß Erfurt, zurzeit aber in der Reha, schwitzt für sein Comeback.

Marcel Kaffenberger, Mittelfeldspieler bei Rot-Weiß Erfurt, zurzeit aber in der Reha, schwitzt für sein Comeback.

Foto: Frank Steinhorst

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Marcel Kaffenberger kann es kaum erwarten, wenn demnächst zu Silvester die Raketen knallen. Für den Fußballer des FC Rot-Weiß Erfurt soll 2020 der Aufbruch in eine neue Zeit werden – auf und neben dem Platz.

„Ich habe das schlimmste Jahr in meiner Karriere erlebt. Jetzt plane ich einen Neustart“, sagt der 25-Jährige, der im Januar bei seinem Verein wieder ins Training einsteigen will und einen Monat später auch ganz persönlich vor einem neuen Lebensabschnitt steht: Im Februar wird Kaffenberger zum ersten Mal Vater. „Auch deshalb freue ich mich auf die kommenden Wochen“, sagt der defensive Mittelfeldakteur, der in diesem Jahr lediglich fünf Punktspiele für den FC Rot-Weiß absolvieren konnte.

Lange Leidenszeit

Die lange Leidenszeit begann im März, als er über Probleme am Sprunggelenk klagte und später am Knöchel operiert wurde. Damals wurde zum ersten Mal Kaffenbergers Durchhaltewillen auf die Probe gestellt. Tatsächlich schaffte der gebürtige Hesse den Anschluss und stand im August wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz. Beim 5:0 im Landespokal in Heiligenstadt feierte er sein Comeback, als er für 13 Minuten spielen durfte. Immerhin.

Als der 1,87 Meter große Kicker kurz davor war, nun auch in der Regionalliga wieder zum Einsatz zu kommen, bekam er im Training einen Schlag auf den Fuß. Gefühlt jedoch war es ein Schlag ins Gesicht. Die Operation an der Achillessehne verlief optimal.

Dunkelste Stunden seiner Karriere

Aber plötzlich wurde es recht still um ihn. Jene dunkelste Stunden seiner Karriere hatte dennoch sogar etwas Erhellendes für ihn: „In diesen Augenblicken habe ich gemerkt, auf wen ich mich wirklich verlassen kann.“

Manche Zweifler, die seine sportliche Zukunft angesichts der vielen Rückschläge infrage stellen, betrachtet er als zusätzliche Motivation. Der Erfurter liegt im Zeitplan, rackert täglich fünf Stunden in der Reha. Die nächsten Wochen sind klar abgesteckt. Im kommenden Jahr, wenn die Mannschaft am 3. Januar nach der kurzen Weihnachtspause wieder in die Vorbereitung einsteigt, will er die ersten Schritte auf dem Rasen wagen.

Seine Rückkehr kann Marcel Kaffenberger auch deshalb kaum erwarten, weil er mithelfen will, dass der FC Rot-Weiß nach dem jüngsten Sieg gegen Viktoria Berlin endgültig aus dem Tabellenkeller der vierten Liga findet. Seinen größten Wunsch für das Jahr 2020 hat der 25-Jährige schnell in einem Wort umrissen. „Gesundheit“, sagt Kaffenberger. Der Rest ergibt sich dann oft ohnehin von selbst.

1. FC Lok Leipzig – FC Rot-Weiß Erfurt, Sonntag, 13.30 Uhr

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