Gothas Bürger sollen über geplantes Einkaufszentrum abstimmen

Die Residenzstadt Gotha soll eine Residenzgalerie erhalten. Über den Bau des Einkaufszentrums mit dem hoheitlichen Arbeitstitel stimmt der Stadtrat im Mai ab. Die Bürger werden nun gebeten, Entscheidungshilfe zu leisten. Im heute neu erscheinenden Rathaus-Kurier findet sich auf Seite vier ein Fragebogen, auf dem jeder Gothaer ein Kreuz für oder gegen den Bau der Residenzgalerie in der Gartenstraße machen kann.

Einst stand auf dem Gelände ein elfgeschossiger Wohnblock, nun soll ein Einkaufszentrum die Innenstadt beleben. Die Fassadengestaltung soll in einem Architekturwettbewerb ausgelobt werden.

Einst stand auf dem Gelände ein elfgeschossiger Wohnblock, nun soll ein Einkaufszentrum die Innenstadt beleben. Die Fassadengestaltung soll in einem Architekturwettbewerb ausgelobt werden.

Foto: zgt

Gotha. Bis zum 30. April kann der ausgefüllte und ausgeschnittene Bogen im Bürgerbüro im Neuen Rathaus oder bei der Infothek im Rathaus in eine Urne geworfen werden. Um Manipulationen auszuschließen, müssen bei der Befragung Name und Anschrift angegeben werden.

Wem ein einfaches "Ja" oder "Nein" nicht genügt, der kann zudem die Gründe seiner Wahl angeben. Entscheidungshilfe sollen die Informationen im Rathaus-Kurier bieten. Zwei Ebenen Verkaufsfläche und zwei weitere mit rund 600 Parkplätzen sind geplant.

Bezahlen wird dieses Bauprojekt nicht die Stadt, sondern ein anderer. 40 Millionen Euro plant der Investor für den Bau des Einkaufszentrum auszugeben. Ein "glücklicher Umstand", findet Oberbürgermeister Knut Kreuch. Er wünscht sich eine rege Bürgerbeteiligung für das millionenschwere Bauvorhaben, dass die Innenstadt weiter beleben solle und 100 Arbeitsplätze schaffe. Das Einkaufszentrum soll nach den Vorstellungen des Stadtoberhauptes die Baulücke zwischen Gartenstraße und Moßlerstraße städtebaulich positiv und wirtschaftsstärkend schließen.

Wer genau der "erfahrene Investor" ist, will Oberbürgermeister Kreuch nicht bekannt geben. Hauptmieter der Verkaufsflächen sollen der auf der Fläche ansässige Rewe-Markt und ein Fachmarkt für Elektrowaren werden. Die weiteren Ladenflächen sollen Neuansiedlungen ausfüllen. Auf insgesamt 15900 Quadratmetern werde sich nach den Bebauungsplänen die Verkaufsfläche erstrecken. Zudem soll sich ein Kino mit mindestens drei Sälen ansiedeln. Bei der Bürgerbeteiligung stimmberechtigt ist jeder Einwohner Gothas. Der Fragebogen kann für Familienmitglieder auch kopiert werden - weitere Exemplare können an der Infothek im Rathaus oder im Bürgerbüro des neuen Rathauses abgeholt werden. Die Urnen sollen am 14. Mai zur Hauptausschusssitzung geöffnet und ausgewertet werden.

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